Oftersheim

Vorm Parken nachdenken

Archivartikel

Seien wir mal ehrlich und fassen uns an die eigene Nase: Wir wollen es immer so bequem wie möglich haben. Das gilt selbstverständlich auch fürs Parken. Da kann manchmal schon das Öffnen des Garagentors zur unüberwindbaren Hürde werden. Vor dem Haus ist ja gerade ein Platz frei. Was soll’s.

Doch auf genau den ist unter Umständen ein anderer Autofahrer angewiesen, der keine Unterstellmöglichkeit besitzt. So entstehen ganz schnell verengte Straßen und beiderseits zugeparkte Gehwege – über die sich zurecht die Fußgänger beschweren, weil sie mit Kinderwagen oder Rollatoren nicht mehr durchkommen. Ganz zu schweigen von den Rollstuhlfahrern.

Und was ist, wenn meine Wohnung brennt oder ich bei einem Unfall im Auto eingeklemmt bin? Dann wünsche ich mir, dass die Feuerwehr schnell vor Ort ist und mir hilft. Doch gerade das verhindern Menschen mit ihrem gedankenlosem – manchmal auch rücklichtslosem – Parkverhalten.

Seit der Notfallwegefahrt ist mein Respekt vor den Feuerwehrleuten gestiegen, insbesondere vor denen, die wie Jens Schäfer hinter dem Steuer der riesigen Fahrzeuge sitzen. Sie leisten Millimeterarbeit – auch im Notfall. Deshalb sollten wir uns das nächste Mal Gedanken machen, wo wir parken – und auch mal einen Fußweg von mehreren Metern oder einigen Minuten in Kauf nehmen. Denken wir an die Feuerwehrleute – die wir vielleicht auch einmal brauchen und die nicht nur deshalb unsere Unterstützung verdienen.

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