Oftersheim

Vorsicht vor Anhaltern

Anette Zietsch warnt, trampende Kängurus mitzunehmen

Die Welt ist ein gefährliches Pflaster. Überall lauern Bedrohungen für Leib und Leben. Und damit meine ich nicht unbedingt das Kräftemessen zwischen den zwei bizarren Männern am Schalthebel der Macht in ihrem verzweifelten Bemühen, der Menschheit zu beweisen, wer den größeren hat. Das könnte an und für sich lustig sein, würde es sich dabei nicht um einen atomaren Sprengkörper handeln.

Aber genau genommen lauert das größere Übel direkt vor der Haustür. Gerade ist wieder eine brandgefährliche Bande im rund 50 Kilometer entfernten Bretten ausgebrochen. Fünf Kumpels haben sich den Weg in die Freiheit gebahnt. Glücklicherweise sind drei von ihnen nach der spektakulären Flucht inzwischen wieder in Gewahrsam. Sie wähnten sich offenbar in Sicherheit und waren unvorsichtig genug, sich aus einem Straßengraben heraus in ihrem aufsehenerregenden Outfit einem Autofahrer zu zeigen. Und der alarmierte sofort die Polizei.

Allerdings sind zwei von ihnen noch immer abgängig und werden dringend gesucht. Es handelt sich um Bennett-Kängurus aus einem Streichelzoo. Zwar heißt es, die Tiere seien ungefährlich - aber das hört man ja immer bei allen erdenklichen Zwischenfällen. Ich jedenfalls würde dringend davor warnen, auffällig gekleidete Anhalter mitzunehmen, die ihren Beutel am Bauch tragen und scheinbar niedlich am Straßenrand entlanghoppeln. Die sollen ganz schön hart boxen können, wie man hört!

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Ausreißer versuchen werden, per Autostopp ans Ziel zu kommen. Ich vermute, das liegt eher nicht in der ursprünglichen Heimat der beiden - Tasmanien oder der Osten und Südosten Australiens. Mein Verdacht: Die Flucht geht in Richtung Norden, genauer gesagt nach Schottland. Vielleicht holen sie sich ja unterwegs auch noch nach Verstärkung dazu, beispielsweise die Geierschildkröte Eugen, die Bartagame Klausi oder die Schnappschildkröte Lotti.

Denn wahrscheinlich haben sie sich schon längst mit Nessie am Loch Ness verabredet. Um auf tierische Art gemeinsam das Sommerloch zu füllen . . .

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