Oftersheim

Freiwillige Feuerwehr In Kleingruppen und mit Gesichtsmasken dürfen die Kameraden den Ernstfall proben / Grillhütte ist der erste Einsatzort nach rund drei Monaten

Wasser marsch, auch wieder zu Übungsstunden

Oftersheim.Nach und nach kehrt in vielen Bereichen des Lebens die Normalität zurück. Nicht die einst vertraute, dafür eine neue mit anderen Regeln. Auch die Freiwillige Feuerwehr der Hardtgemeinde darf ihre Übungsstunden unter bestimmten Vorgaben wieder abhalten. Nachdem Kreisbrandmeister Udo Dentz – wenn auch mit Auflagen – grünes Licht gegeben hatte, trafen sich je sechs Mitglieder in zwei getrennten Einheiten mit ihren Ausbildern zu unterschiedlichen Startzeiten an der Grillhütte. Es war die erste Zusammenkunft dieser Art seit rund drei Monaten und selbstverständlich waren Gesichtsmasken Pflicht.

„Zulässig wären zwar bis zu zehn Feuerwehrleute pro Gruppe gewesen, aber wir haben uns mit der Größe an den derzeit geltenden Vorgaben für die Einsatzfahrzeuge orientiert“, erläutert Feuerwehrkommandant Rüdiger Laser im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Organisation der Übungseinheit hat der stellvertretende Kommandant Andrea Danieli gemeinsam mit den Zug- und Gruppenführern übernommen.

An der Grillhütte wurden die Standard-Einsatz-Regeln für eine Brandbekämpfung abgearbeitet und verschiedene Szenarien durchgespielt: der klassische Löschangriff, die Vornahme eines Schlauchpaketes, Strahlrohrtraining sowie die Wasserentnahme aus dem offenen Gewässer. „Die Kameraden und ihre Ausbilder waren hochzufrieden, dass sie wieder ,in action’ sein durften“, berichtet Laser. „Vor allem haben sie sich über die sozialen Kontakte beim persönlichen Treffen gefreut – wenn auch nur mit Abstand.“

Zeitkritische Aufgaben erledigt

In der Zwischenzeit waren die Feuerwehrleute dennoch nicht tatenlos. Sie haben – einzeln oder zu zweit – so genannte zeitkritische Sonderaufgaben erledigt. Dazu zählen unter anderem die Wartung und Instandhaltung der Geräte und Fahrzeuge, um für den Ernstfall auch gerüstet zu sein. Denn auch im Corona-Lockdown wurde die Feuerwehr zu Einsätzen wie Türöffnungen oder Kleinbränden gerufen. „Ein großer Dank an die fleißigen Heinzelmännchen“, lobt der Kommandant das Engagement. „Selbst wenn man sich nicht begegnet ist, waren immer alle Aufgaben erledigt.“

Jetzt wird aber wieder regelmäßig in kleinen Einheiten geübt. „Und wer grippeähnliche Symptome spürt, darf zu den Treffen nicht kommen“, sagt Rüdiger Laser. Derzeit verfügt die Oftersheimer Wehr über 40 Frauen und Männer, die sich – je nach Aufgabenverteilung – in verschiedenen Gruppen treffen: beispielsweise Maschinisten oder Atemschutzträger. Nacheinander werden alle Bereiche abgearbeitet.

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