Oftersheim

Geschäftsleben Jens Geiß gewinnt beim Wettkassieren mit 785,48 : 679,47 Euro gegen Ralf Göck

Zwei Bürgermeister - ein Ziel

Oftersheim/Brühl.Zwischensumme, Doppelbuchung und dann noch eben die Käuferin auf ihr Alter hin überprüfen: Bürgermeister Dr. Ralf Göck hatte alle Hände voll zu tun, sich in sein zweites Amt hineinzuarbeiten. Schließlich lag es schon einige Zeit zurück, als er das letzte Mal bei Edeka Embach für den guten Zweck Waren über den Scanner zog. Sein Lächeln galt der Frau vor ihm: "Wollen Sie den Bon?" Sie verneinte, doch Helmut Kehrer steckte seinen eifrig ein. "Den lass ich mir noch signieren", verriet er und freute sich, dass er mit Bürgermeister Armand Abgas aus Dourtenga den Göck'schen Amtskollegen in den Markt begleiten konnte.

Auch der Präsident des Partnerschaftskomitees aus Brühls Partnerstadt war mitgekommen und ließ ein Päckchen Kaugummi über den Scanner ziehen. Für den guten Zweck und sicherlich auch ein wenig für seine Heimat. Da wollte Bürgermeister Ralf Göck noch nicht zu viel verraten. Denn der einstündige Einsatz an der Kasse des Einkaufsmarktes war dem guten Zweck gewidmet und der lag zunächst in der Brühler Stiftung für Menschen in Not.

Schnell war Dr. Göck wieder mitten drin und unter seinen Mitbürgern, lächelte, verteilte Komplimente und kassierte einen um den anderen Einkauf. "Der macht das wirklich gut", lobte Brigitte Bachmann, die üblicherweise auf dem Stuhl sitzt, den Göck übernommen hatte, "er muss ja aber auch schon fast ein Profi sein, so oft, wie er schon bei uns kassiert hat." Schnell blickte sie in die Runde: "Dürfen wir das überhaupt verraten?"

Oftersheim zum zweiten Mal dabei

Ja, sie dürfen. Bürgermeister Jens Geiß winkte an seinem Oftersheimer Arbeitsplatz lässig ab, als er die Frage vernahm. Auch er war nicht zum ersten Mal an der Kasse im Edeka in Oftersheim. "Zum zweiten Mal", verriet er und freute sich, dass trotz des Regens viele Kunden ihren Weg zum Markt von Oliver Embach gefunden hatten. Dieser wiederum liebt Aktionen wie diese. Dass tatsächlich der gesamte Umsatz der einstündigen Kassierarbeit der Gemeindeoberhäupter für den guten Zweck gespendet wird, war seine Idee.

Jens Geiß schlug sich gut - auch angesichts des Duells mit seinem Brühler Kollegen. "Warengruppe 272 für Blumenkohl", flötete er und ließ die Produkte flott über den Scanner huschen. "Das ist eine kleine Herausforderung, sich diese Dinge zu merken", betonte er, "aber ich habe ja eine nette Dame im Hintergrund, die mich unterstützt." Rosa Rocca, die selbst schon zehn Jahre Erfahrung in der Arbeit an der Kasse hat, lobte ihren Praktikanten: "Der macht sich gut." Auch Marion Haas befand, dass er an der Kasse eine gute Figur mache. Die Oftersheimerin war eigens gekommen, um einzukaufen: "Das finde ich wirklich eine gute Idee, dass sich unser Bürgermeister die Zeit nehmen kann und für den guten Zweck engagiert."

Der scherzte noch, dass er alle Bürger aufgefordert habe, kistenweise Champagner und Serranoschinken zu kaufen, damit der Wettbewerb gewonnen werden könne und möglichst viel Geld für die gute Sache zusammenkommt. Und siehe da: Auch ohne die edlen Waren konnte Bürgermeister Geiß die flotteren Hände vorweisen: Er verbuchte 785,48 Euro, die in die Oftersheimer Kinderspielplätze investiert werden sollen. Bürgermeister Göck kassierte Waren im Wert von 679,47 Euro ab und wird den Betrag nun für den guten Zweck einsetzen.

Oliver Embach bedankte sich bei den Rathaus-Chefs für ihr Engagement. "Leider war das Wetter zu regnerisch", bemerkte er, "sonst wären vielleicht noch mehr Kunden gekommen." Immerhin ließen bei ähnlichen Aktionen Ralf Göck wie auch Jens Geiß jeweils mehr als 1000 Euro in die Kasse fließen.

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