Plankstadt

Spendenübergabe Premiere des „Kruuschd & Krempel-Markts“ ein finanzieller Erfolg

2220 Euro für die Notgemeinschaft

PLANKSTADT.„Ich habe noch so schöne Sachen zuhause, die würde ich euch auf jeden Fall bringen“, das haben Impulsgeberin Rita Wolf und die Organisatoren bei der Premiere des „Kruuschd & Krempel-Markts“ am 22. Juni immer wieder gehört. Zum Datum passende 2220 Euro konnten der Notgemeinschaft der Gemeinde überwiesen werden.

Klar kommt die Frage nach einer Wiederholung häufig, auch beim gemeinsamen Danke-Abend mit Bürgermeister Nils Drescher. „Ausgeschlossen ist es nicht, dass wir noch einmal durchstarten“, lässt Wolf durchschimmern, dass man dann vielleicht einen anderen Termin wählen und in diesem Jahr sicher nicht noch einmal aktiv wird.

„Eine Wahnsinnsmenge“, war vor gut vier Wochen der Ausspruch, der am meisten gehört wurde, denn er traf auf das Volumen der abgegebenen Dinge ebenso zu wie auf den Käuferstrom, der schon lange vor Saalöffnung Schlange stand. Fast niemand ging, ohne eine Kleinigkeit gefunden zu haben, nach Hause. Die Anstrengung, alle Gegenstände, Kleidungsstücke und Schmuckutensilien anzunehmen, zu sondieren, sortieren und auf den Tischen anzuordnen ist vergessen – der Erfolg des Marktes entschädigt für das alles.

Das Konzept – mit Alltagssachen, die man nicht mehr braucht, anderen zu helfen – ist aufgegangen, aber nur, weil viele zusammen geholfen haben. Das honoriert auch Rita Wolf: „Wir sind einfach ein ganz tolles Team, jeder hat alles gemacht, keiner sich außen vor gehalten, das war einfach klasse.“ In diesen Dank bezog sie auch Matthias Gött von der Schwetzinger Entrümpelungsfirma „Findus“ mit ein, der alles, was übrig blieb, mit seinen Helfern abgeholt hat und dafür eine ordentliche Spende zur erreichten Verkaufssumme hinzugab.

Unterstützung vom Bürgermeister

Auch Bürgermeister Nils Drescher war dankbar für das Engagement. Der Verwaltungschef verteilte nur beste Beurteilungen. „Sie haben im übertragenen Sinn ihre erste Klasse, den ersten ,Kruuschd & Krempel-Markt’, bestens gemeistert. Also steht einem Fortgang in der zweiten Runde nichts im Wege“, betonte er und bot erneut seine Unterstützung an. Die erhielt die Marktpremiere mit der Übernahme des persönlichen Kassendiensts bei der Öffnung auch. „Das war ein prima Einsatz“, stellte Rita Wolf auch Drescher ein gutes Zeugnis aus, das sie auf Hauptamtsleiter Michael Thate ausweitete, der sich als Schmuckverkäufer für die gute Sache verdingt habe.

Bedürftige im Ort können aufatmen, denn wenn es wirklich hart kommt, gibt es Hoffnung und die Möglichkeit, von der Kommune aus dem Topf der Notgemeinschaft unterstützt zu werden. „Früher kamen Vorschläge, wem man Hilfe leisten kann, aus dem Sozialamt, heute läuft das über das Bürgerbüro“, so Drescher, dass die Kollegen dort Bedarfe erfahren. Die Hilfe kann von der Anschaffung einer Waschmaschine über den Zuschuss zur Schulfahrt bis hin zu den ganz besonderen Weihnachtsgaben sein, die Drescher kurz schildert. „Es gibt Menschen, denen stünde Sozialhilfe zu, sie verzichten jedoch bewusst darauf und kommen so zurecht“, erklärt er, dass für diese zur Weihnachtszeit ein Sachpaket geschnürt werde. zesa

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