Plankstadt

Bürgerbusverein Neues Fahrzeug ist bestellt / Fahrer gesucht

50 Prozent weniger Fahrgäste

Archivartikel

Plankstadt.Der Bürgerbusverein hat seine im März Corona-bedingt ausgefallene Jahreshauptversammlung nachgeholt. Um die immer noch notwendigen Auflagen erfüllen zu können, traf man sich im Sitzungssaal des Gemeindezentrums, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Die Tätigkeitsberichte vom Vorsitzenden Werner Wohlfahrt, Geschäftsführer Willi Lieske sowie der Kassenbericht von Andreas Kistner und der Bericht des Fahrervertreters Heiner Wolf für das Jahr 2019 waren durchweg erfreulich. Steigende Fahrgastzahlen und solide Finanzen zeugen vom Erfolg des Bürgerbusses.

Der Blick auf das laufende Jahr 2020 gestaltet sich allerdings etwas düsterer. Durch die zeitweilige völlige Einstellung beziehungsweise Reduzierung des Fahrbetriebs brachen die Fahrgastzahlen um etwa 50 Prozent ein. Direkt damit einhergehen Mindereinnahmen bei Fahrgeldern und Zuschüssen seitens des VRN.

Getriebeschaden aufgetreten

Trotzdem ist der Verein in der Lage, einen neuen Bus bestellen zu können, dessen Lieferung für Ende 2020 beziehungsweise Anfang 2021 vorgesehen ist. Die seit März 2016 gefahrenen 130 000 Kilometer haben beim Bus einfach ihre Spuren hinterlassen; der kürzlich aufgetretene Getriebeschaden spricht eine deutliche Sprache. Hier bedankt sich der Verein bei der TSG Eintracht, die in diesem Notfall wieder einmal schnell, unkompliziert und unentgeltlich ihren Jugendbus zur Verfügung gestellt hat. Nur so war es möglich, den Fahrbetrieb aufrechtzuerhalten.

Eine weitere Folge der Corona-Pandemie trifft den Verein in der Form, dass Fahrerinnen und Fahrer ausfallen, weil sie selbst zur Risikogruppe gehören oder entsprechende Angehörige haben und deshalb derzeit nicht fahren können. Aus diesem Grund werden dringend neue Fahrerinnen und Fahrer zur Verstärkung des Teams gesucht. Am Samstag, 8. August, wird der Verein wieder eine Werbeaktion zur Gewinnung neuer Fahrer durchführen.

Vorsitzender Werner Wohlfahrt bedankte sich beim ausscheidenden stellvertretenden Vorsitzenden Rolf Hamm mit einem Präsent für seine Arbeit in den vergangenen fünf Jahren und freute sich, dass er dem Team als Fahrer erhalten bleibt.

In seinem Schlusswort bedankte er sich bei allen Anwesenden und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich das zweite Halbjahr 2020 positiv entwickelt und die Corona-Krise unter Kontrolle bleibt. Als Erfolg kann jetzt schon vermeldet werden, dass die für den Busbetrieb erforderliche Konzession erst kürzlich vom Regierungspräsidium bis zum Jahr 2030 verlängert wurde, schreibt der Verein abschließend. gw/zg

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