Plankstadt

Handballer Vatertag auf dem Bauernhof zieht nicht nur Männer an / Schon lange kein Geheimtipp mehr / Einnahmen kommen der Vereinsjugend zugute

Ambiente, Leute, Essen und Trinken stimmen einfach

PLANKSTADT.Christi Himmelfahrt oder „Vatertag“ das feiern doch nur die Jungen – oder? Stimmt nicht, schaut man auf dem Beuschlein-Hof vorbei, trifft man dort etwa die Kegler-AH „Ruhige Hand“, die beim Angebot der Handballer kräftig mitfeiern. Scherzhaft meinen die gestandenen Männer: „Das ist der einzige Tag, wo wir mal rausdürfen.“ Voller Lob sind Gerhard Weisbrod, Otto Chladek, Horst Speicher, Helmut Kramer, Franz Jarosch und Manfred Ruppert für die tolle Sause auf dem Bauernhof, die sie schon seit Jahren besuchen, weil es da so schön ist. Hier, wie überall an diesem Vatertag, dezimiert das Wetter die Besucherzahl. Den Fünferpack Frauen aus Oftersheim hält das Wetter allerdings nicht ab, Silvi erzählt: „Wir sind zusammen unterwegs, während unsere Männer in Oftersheim auf Tour sind. Das hier haben wir vor sechs Jahren für uns entdeckt und kommen seither immer wieder, weil hier alles zusammenpasst: Ambiente, Leute, Essen, Trinken.“

Sabine, Tanja, Bojana und Manuela stimmen ihr zu und prosten sich – ganz brav mit Wasser und Weinschorle – zu. Auch in diesem Jahr gilt für die Radlerinnen: „Wir versuchen, vor Einbruch der Dunkelheit zurückzufahren.“ Sagens, lachen und pflegen weiter den Genuss bei noch geringen Regen.

Treue Stammgäste

Es sind weniger Familien unterwegs, doch einige Kids spielen auf dem hauseigenen Kinderspielplatz, während die Eltern genießend an Tischen sitzen und sich unterhalten. „Wir haben unsere Stammgäste, die uns treu sind“, erklärt Andreas Großhans, der mit dem verjüngten Team verantwortlich fürs Fest ist. „Die Älteren haben sich schon vergangenes Jahr nach den Wahlen echt zurückgezogen, aber, wenn Fragen sind, sind sie für uns da“, freut er sich über den harmonischen Zuständigkeitswechsel.

Die Einnahmen aus dem Fest werden in die Vereinsjugend investiert, schildert Alexander Gross vom Handballförderverein, dass immer Bälle, Trikots und Trainingsanzüge gebraucht werden: „Es gibt immer eine Anfrage für Neuanschaffungen, dafür ist das Geld gedacht.“

Mittlerweile ist es Nachmittag und es kommen noch immer Fahrradtourler am idyllisch gelegenen Hof an. Das Fest brummt, es macht allen sichtlich Spaß. Die Veranstaltung hat übrigens seit vielen Jahren ihren Platz unter alten Nuss-, Kirsch- und Kastanienbäumen auf dem Beuschlein-Hof gefunden und ist schon lange kein Geheimtipp mehr, aber immer noch ein stilvolles Örtchen für gepflegtes Feiern. zesa

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