Plankstadt

Caritas-Altenzentrum Närrischer Nachmittag regt zum Mitmachen an / Schlümpfe und Funkenmariechen des Carneval-Clubs begeistern die Senioren

Anna Gagel (104) feiert in gelber Fliege und mit langen Zöpfen

Plankstadt.Ein Saal voller bunter Luftballons, Luftschlangen, verrückten Hüten und Verkleidungen. Dazu ein kräftiges „Plahoi, Plahoi, Plahoi“, aus den Mündern von Schlümpfen, Cowboys und Funkenmariechen. Und mittendrin die Bewohner des Caritas-Altenzentrums. Denn die Senioreninitiative Plankstadt lies gemeinsam mit dem Plankstadter Carneval-Club (PCC) keinen Narren ruhig auf seinem Platz sitzen.

Die Veranstaltung wurde dabei erstmals durch die Senioreninitiative unter der Leitung von Anneliese Strottner und Martina Mehrer durchgeführt. Die Mitglieder des PCC regten zum Mitsingen, Klatschen und Schunkeln an. Heimleiterin Martha Trautwein war von der neu entstandenen und eng verzahnten Kooperation auch mit der Gemeinde spürbar begeistert: „Wir hoffen, dass das zur Tradition wird, für die Bewohner ist das einfach klasse.“ Zu diesem „wunderbaren närrischen Nachmittag“, wie Anneliese Strottner den vergangenen Sonntag betitelte, hatte Wolfgang Eichhorn, Vorstand des PCC, zahlreiche Jahresorden mitgebracht: für die Heimleitung, alle Helfer, Pflege- und Betreuungskräfte, den Haustechniker und weitere Aktive.

Eine ganz besondere Freude machte Eichhorn damit Anna Gagel. Für die 104-Jährige war das „eine freudige Überraschung“, wie die älteste Bewohnerin sagte. Sie trug eine knallgelbe große Fliege um den Hals und ihre Haare waren zu lustigen, langen Zöpfen geflochten. Mit den anderen Bewohnern genoss sie die Show der Funkenmariechen „Mix Mäuse“, die zu Faschingsschlagern gekonnt umher tanzten. Eine Gruppe von Schlümpfen mischte den Nachmittag ebenso auf, zeigten ein Männer- und Frauenballett, während sie vor dem bösen Magier und seiner Katze flohen. „Das war spitze“, lobte das Publikum diese Darbietungen nach einer Zugabe.

„Das waren schon Zeiten“

Besondere Gefühle lösten bei einigen Zuschauern die Gesangseinlagen von Martina Mehrer aus, die Titel aus Kinofilmen der 1930er und 1940er Jahr zum Besten gab. „Das waren noch Zeiten“, jauchzt Christa Ortmann zu den Klängen von „In der Nacht ist der Mensch nicht gerne allein“ von Sängerin Marika Rökk aus dem Jahr 1944. „Das spielte in meiner Jugendzeit, in der Zeit mit meinem ersten Freund“, erinnerte sich die heute 95-Jährige. Auf der Nase trug sie eine riesige silbrige „Peace-Brille“ mit blauen Gläsern. Gekontert wurde diese mit den auf dem Kopf leuchtenden Teufelshörnchen. „Die hat mir meine Tochter verpasst“, sagte Ortmann und zeigte sich von dem Auftritt der jungen Funkenmariechen begeistert.

Nach Ententänzchen, Schunkeleinlagen, der Bütte von Strottner und zahlreichen „Plahois!“ sprach Martha Trautwein nochmals ein großes Kompliment an die Senioreninitiative und den PCC aus: „Ihr dürft gerne wiederkommen.“ lilo

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