Plankstadt

Gemeindezentrum Seniorenkino findet mittlerweile wieder statt – unter Corona-Richtlinien / Teilnehmer begrüßen die Abwechslung mit den alten Filmen

Anneliese Ochs: Wichtig ist, dass man aktiv bleibt

Archivartikel

Plankstadt.Seniorentreffs, Ausflüge, Kaffeestunden und das Seniorenkino – all diese schönen und beliebten Veranstaltungen für die ältere Generation in Plankstadt mussten Corona-bedingt lange ruhen. Umso erfreulicher ist es, dass die Lockerungen es derzeit wieder zulassen, dass unter Einhaltung aller Corona-Richtlinien seit Juli das Seniorenkino im Untergeschoss des Gemeindezentrums wieder stattfinden kann.

„Wir haben mit dieser Veranstaltungsreihe, die normalerweise einmal im Monat fest im Kalender steht, vor etwa zwei Jahren begonnen und viele Senioren sind ganz treue Besucher“, erinnert sich Martina Mehrer, zuständig für Familien-und Seniorenarbeit bei der Gemeindeverwaltung. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Anneliese Strottner vom Hauptamt der Gemeinde organisiert sie mit Begeisterung die Filmnachmittage, bei denen echte Klassiker über die Leinwand laufen.

„Ich sehe mir gerne die Filme an, die hier gezeigt werden. Heute ist es der Film ‚Die drei von der Tankstelle’, den habe ich in meiner Jugend auch gerne gesehen. Doch nicht nur der Film ist wichtig, ich freue mich sehr, dass man hier einfach andere Senioren trifft und eine Abwechslung hat“, erklärt Edith Hendlein aus Plankstadt. Wie viele Senioren bestätigt sie, dass es sehr schwierig und einsam war, als Corona-bedingt alles abgesagt wurde. Vor einer reellen Ansteckung habe sie allerdings nicht wirklich Angst gehabt.

Sich selbst kümmern

Dies bestätigen auch Anneliese Ochs und Katharina Kühbauch, die beiden 88- und 87-jährigen Seniorenkinobesucherinnen. „Man hält sich an die Verordnungen, und dann passt das schon“, so die Meinung der beiden aktiven Seniorinnen. „Wenn es möglich ist, sind wir beim Kino und auch sonst bei den angebotenen Veranstaltungen in Plankstadt dabei. Es ist einfach wichtig, dass man selbst aktiv bleibt und sich selbst um Abwechslung kümmert, denn es klingelt ja keiner bei einem mit einem fertigen Freizeitgestaltungsprogramm“, betont Anneliese Ochs aus Erfahrung.

Neuen Technologien, wie etwa den Smartphones oder einem Computer im Privathaushalt gegenüber sei sie stets offen geblieben, denn nur so könne man schließlich mithalten in der Gesellschaft, erläutert die bemerkenswerte Seniorin, die in zwei Jahren auf 90 Jahre Lebenserfahrung zurückblicken kann und Kino sogar noch aus Zeiten kennt, in denen Stummfilme mit Pianomusik untermalt wurden.

Dass laut den Verordnungen das Seniorenkino lediglich für 20 Personen mit Voranmeldung angeboten werden kann, diese natürlich mit Abstand sitzen müssen, dass man Alltagsmasken tragen muss, bis man seinen Platz gefunden hat und dass es aktuell leider kein Popcorn und auch keine Getränke gäbe, dies sei für die Senioren kein Problem, hätte man im Leben schon mit viel gravierenderen Dingen und Entbehrungen klarkommen müssen.

Sogar über die Ortsgrenzen von Plankstadt hinaus ist das Seniorenkino beliebt, so machte sich Inge Schmidt aus Ketsch mit dem Fahrrad auf, um im Gemeindezentrum den Film zu sehen. „Ich fahre doch so gerne Rad und obwohl es ein wenig windig heute ist, bin ich sehr gut angekommen und freue mich nun auf diesen Filmklassiker“, bestätigt die 79-jährige Ketscherin.

Viele andere Besucher nutzen den Plankstadter Bürgerbus, um rechtzeitig vor Filmbeginn einzutreffen. Das Engagement von Anneliese Strottner, Martina Mehrer und von Christiane Buck von der Senioreninitiative, die ebenfalls tatkräftig unterstützt, wird von den Senioren sehr wertgeschätzt. So ließ es sich das Ehepaar Maier aus Plankstadt nicht nehmen, eine kleine Süßigkeit für die Damen als Dankeschön mitzubringen.

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