Plankstadt

Anruf genügt

Benjamin Jungbluth freut sich über eine fast reibungslose Baustelle

Es kann auch mal ohne größere Probleme klappen: Während Baustellen an vielen Orten in der Region beständig für Ärger sorgen, scheint es beim Adler-Areal in Plankstadt zumindest in Bezug auf das Heimatmuseum keine Probleme zu geben. Ein Anruf beim Bauamt – und schon können Paare ihren Bund fürs Leben in ruhiger und halbwegs aufgeräumter Umgebung eingehen. Statt Presslufthammer-Klängen beim Ja-Wort können die Brautleute und ihre Angehörigen den großen Saal und das schöne historische Ambiente genießen. Gerade auch mit Hinblick auf den Umbau des Rathauses, der das Standesamt in schmucklose Container vertreibt, bietet sich das Heimatmuseum also auch im neuen Jahr als passende Alternative an.

Natürlich bleibt auch diese Baustelle nicht ohne störende Folgen: Lärm und Dreck sind für Anwohner immer eine Belastung, zumal in einem engen Altbestand. Ganz ohne Probleme und Auswirkungen können Bauvorhaben nicht umgesetzt werden. Im Gegenzug verbessert sich aber oftmals das Angebot, wenn der Bau abgeschlossen ist: in Plankstadt durch eine neue Sparkasse und mehrere Arztpraxen mitten im Ortskern.

Und mit etwas gutem Willen und viel guter Planung und Organisation lässt sich die Situation zumindest verbessern, wie das Beispiel zeigt. Dadurch steigt die Akzeptanz in der Bevölkerung, was gerade für öffentliche Bauträger immens wichtig ist – die Salierbrücke in Speyer oder die Hochstraße in Ludwigshafen zeigen als extreme (und natürlich ungleich auswirkungsreichere) Gegenbeispiele, wie ein solches Vertrauen zerrinnen kann.

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