Plankstadt

Historie Vor 50 Jahren gab es erste Bohrungen für einen Brunnen am neuen Welde-Standort

Auf Wassersuche für die Brauerei

Archivartikel

Plankstadt.Ein kleines Jubiläum kann die Welde-Brauerei derzeit feiern. Vor 50 Jahren gab es erste Tiefbohrungen für den Brunnen des Brauhauses. In der Ausgabe unserer Zeitung vom 4. Februar 1969 heißt es dazu: „Der erste Schritt für den Auszug der Welde-Brauerei aus Schwetzingen scheint getan.“

Damaliger Geschäftsführer war Wilhelm Spielmann und er wollte seine Brauerei vergrößern. Da es dazu in Schwetzingen keine geeigneten Möglichkeiten gab, orientierte sich Welde-Bräu in Richtung Plankstadt. Mit den Arbeiten rund um den Brunnen wollte man den geplanten neuen Standort testen. Zunächst wurde ein „Arbeitsbrunnen“ gebohrt, heißt es in dem Artikel von damals. Bis in eine Tiefe von 160 Metern sollte es gehen, wobei stufen- und etappenweise Proben genommen wurden, um die Qualität des Wassers zu bestimmen.

Abfüllanlage folgte 1971

„Nach einer 200-Stunden-Förderung des Brunnens und nach verschiedenen Untersuchungen wird man wissen, welche Beschaffenheit das ,Plankstädter Wasser’ aufweist“, heißt es in dem 50 Jahre alten Zeitungsartikel. Von der Qualität des Wassers hänge die weitere Planung ab, sagte damals Wilhelm Spielmann. Auch davon, ob die angebohrte Quelle auf eine lange Zeitspanne hinaus „fündig“ bleibe, hing damals die weitere Vorgehensweise ab.

Gut, dass alles gepasst hat. So konnte 1971 die Flaschenabfüllanlage in Plankstadt gebaut werden. 1981 folgte dann das vollautomatisierte Sudhaus. So heißt es 2021 neben dem Gemeindejubiläum auch „50 Jahre Welde in Plankstadt“. Der Brunnen wird auch heute noch genutzt. Aus einer Tiefe von 172 Metern kommt das Wasser, wie Susanne Schacht mitteilt, die bei Welde für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Das Wasser hat Mineralwasserqualität. Dennoch werden der darin enthaltene Kalk und das Eisen herausgefiltert, weil es beim Brauen sowieso ausfallen würde. Damals erklärte Wilhelm Spielmann übrigens: „Wir brauchen 250 000 Kubikmeter im Jahr.“ 2017 lag der Wasserverbrauch hingegen bei 65 000 Kubikmeter, wie Braumeister Stephan Dück mitteilt. Nur ein Teil davon wird zu Bier, der andere Teil ist beispielsweise Spülwasser. grö

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