Plankstadt

Arbeitskreis Integration Fest der Kulturen steigt rund um die Grillhütte / Herzstück ist das kulinarische Angebot / Vorbereitungen beginnen am Abend zuvor

Bei exotischem Essen miteinander reden

Plankstadt.Miteinander ins Gespräch kommen, andere Kulturen kennenlernen, aber auch einfach mal exotische Gerichte in aller Ruhe genießen: Das ist das Rezept für das Fest der Kulturen, das der Arbeitskreis Integration anbietet. Schon im vergangenen Jahr reihte sich die Veranstaltung in den Festkalender ein.

„Und das war ein guter Erfolg für uns. Unsere Gerichte waren am Ende ausverkauft“, erinnert sich Claudia Wiegand vom Arbeitskreis Integration. Sie organisiert federführend mit Alexander Grau das Fest – freut sich aber auch über viele Mithelfer, die immer zur Stelle sind, wie beispielsweise Jutta Schneider, die sich um sämtliche Getränke kümmert sowie Ulrike Auffarth, die als „Allzweckwaffe“ überall einspringt, wo Bedarf ist.

So kann eigentlich gar nichts schiefgehen, wenn dann am Samstag, 13. Juli, alles bereit ist für Gäste. Von 16 bis 20 Uhr steigt das Fest rund um die Grillhütte. Herzstück ist auch diesmal wieder das kulinarische Angebot, das man so auf den meisten Festen nicht bekommt. Schließlich werden sich wieder Frauen aus den betreffenden Ländern am Freitag vor der Veranstaltung treffen, um die Gerichte zuzubereiten.

Gemeinsames Kochen

Am Freitag, 12. Juli, ab 17 Uhr wird in der Schulküche der Humboldtschule gemeinsam gekocht – und alle Interessierten sind eingeladen mitzumachen. Joloff-Reis aus Nigeria mit Hähnchenfleisch, Tomaten, Peperoni, Zwiebeln, Kochbananen, Curry, Ingwer, Hühnerbrühe und Gewürzen, steht dabei ebenso auf der Speisekarte wie Zigni mit Injera aus Eritrea. Das Rindergulasch mit der besonderen Würzmischung wird mit dem traditionellen Sauerteigbrot Injera oder Couscous serviert. Kabile Palau aus Afghanistan, Rindfleisch gewürzt mit Garam Masala und Mandeln, Pistazien, Rosinen, Karotten sowie Reis, dürfte genauso schmackhaft sein wie der afrikanische Gemüsetopf aus Kartoffeln, Bohnen, Zwiebeln, Knoblauch, Erdnüssen, Tomaten und Erdnussbutter. Rindswürste vom Grill runden das Angebot ab.

„Wir wollen die Kaffeezeit und die Abendessenszeit abdecken“, erklärt Claudia Wiegand und weist darauf hin, dass es für alle Naschkatzen nämlich auch noch Kaffee und Waffeln gibt. Was das Programm angeht, so ist das Fest diesmal etwas „entschlackt“. „Die technische Ausstattung ist teuer. Deshalb haben wir uns gedacht, dass wir das Geld lieber für andere Dinge verwenden“, begründet Claudia Wiegand diesen Schritt. Ohnehin soll der Fokus auf den Gesprächen und der Gemütlichkeit liegen.

Sport verbindet

Langweilig wird es sicherlich sowieso nicht werden. Dafür dürfte auch das Kinderprogramm sorgen, das die Kleinen beschäftigt, damit die Großen richtig entspannen können. Fußball, Hufeisenwerfen und Frisbee – die Gänsweid direkt neben der Grillhütte bietet da ja einiges an Möglichkeiten und Sport verbindet.

Ein besonders attraktiver Punkt – das haben die Erfahrungen gezeigt – dürfte die Seifenblasenwerkstatt sein. Kinder können rund um die schillernden Luftkugeln Experimente durchführen und über so manches staunen. Zusätzlich beteiligt sich der Verein Postillion mit einem Graffiti-Projekt. Wer gerne noch sportlicher unterwegs wäre, der kann ja beim Mitmachtraining des Vereins Nhan Vo Dao seine Kampfkunstfertigkeiten unter Beweis stellen oder Neues dazulernen.

Übrigens läuft parallel zum Fest auf der Gänsweid auch eine Ausstellung im Wasserturm, die Werke von Iman Gayutkayeva und Mohamad Jlilati, zwei Geflüchtete, zeigt. Die Vorbereitungen gehen ihren Gang, die Helfer sind per Whatsapp verbunden und haben alles im Griff, wie Claudia Wiegand betont. „Im vergangenen Jahr haben sich viele Menschen zu uns getraut, das wünschen wir uns dieses Jahr wieder“, meint sie. So kann man sich auch über die Arbeit des Arbeitskreises Integration informieren, der sein Ziel – die Integration der Familien, die nach Plankstadt gekommen sind – definitiv erreicht hat. Ob das Fest der Kulturen auch im nächsten Jahr stattfindet, ist für Claudia Wiegand Zukunftsmusik. Jetzt darf erstmal das anstehende Fest über die Bühne gehen.

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