Plankstadt

Musikverein Orchester begeistert das Publikum / Verstärkung durch die Sängerinnen Isabelle Specht und Liane Feurer / Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft

Big Band wirbelt "Berliner Luft" in Plankstadt auf

Archivartikel

Plankstadt.Beim Konzert unter dem Motto "As time goes by" hat die Big Band des Musikvereins wieder mal eindrücklich ihre musikalischen Qualitäten bewiesen. Dirigent Patrick Wewel und seine Musiker verstanden es wunderbar, das Publikum in der ausverkauften Mehrzweckhalle mit feinstem Big-Band-Sound bestens zu unterhalten.

Schon die strahlende Eröffnung mit "Jumpin' at the Woodside", einer Jazzkomposition von Count Basie aus dem Jahr 1938, unterstützt von raffinierten Lichteffekten, sorgte für Partystimmung im Saal und riss das Publikum mit. Davor begrüßte der zweite Vorsitzende Albert Stieger die Konzertbesucher.

Kulturelles Angebot bereichern

Mit Konzerten wie diesem wolle der Musikverein das kulturelle Angebot bereichern, meinte er. Da dies nur mit dem ehrenamtlichen Einsatz vieler Helfer möglich sei, dankte er allen, die vor und hinter der Bühne dazu beigetragen haben, dass diese Veranstaltung zu einem unvergessenen Erlebnis wird. Dass dies so war, zeigte sich am Ende der Veranstaltung, die Big Band und ihr Dirigent nahmen vom begeisterten Publikum standing ovations entgegen.

Dirigent Patrick Wewel übernahm im Laufe des Abends selbst die Ansagen und führte durch das Programm. Mitreißend waren dabei nicht nur seine Vitalität und gute Laune, sondern auch die Art, wie er das Publikum motivierte mitzuklatschen und die Band zu Höchstleistungen anspornte. "Mit dem Programm des heutigen Abends schauen wir zurück auf vergangene Konzerte, es stehen aber auch Instrumentalstücke des aktuellen Repertoires an und ein Großteil von neu erarbeiteten fetzigen Stücken, die wir mit den Sängerinnen Isabelle Specht und Liane Feurer darbieten werden", sagte er.

Auch wies er darauf hin, welch große Schritte nach vorne die Big Band in den letzten Jahren gemacht hat: "2006 gab es noch ein komplettes Programm mit sinfonischer Blasmusik. Inzwischen hat sich dies geändert, das Ergebnis hören Sie heute." Die Zuhörer konnten sich sowohl an einer Melodie aus dem Repertoire des Jahres 2013 erfreuen - "Out of the Doghouse" von Erik Morales mit den hundebellenden Posaunen - als auch an "Greensleeves", einem englischen Volkslied, und sich gleichzeitig ein Bild von der leistungsfähigen Band machen, die mächtig aufgeholt hat.

Dass sie zudem über blendende Solisten verfügt, für die es immer wieder Szenenapplaus gab, zeigten Holger Geiß am Tenor-Saxofon, Mathias Wehner an der Trompete, Petra Schostak am Piano, Larissa Schwager an der Flöte oder Lisa Beidinger und Steffen Summ am Alt-Saxofon. Expressive Tongemälde entwarfen am Schlagzeug Bernhard Schulz und Georg Riffel. Gesteigert wurde die bereits ausgelassene Stimmung mit "An Ellington Tribute", "Against all Odds" und der bekannten Melodie "Berliner Luft" oder "Witchcraft". Dabei war Reinhold Gund, der vor kurzem seinen 80. Geburtstag feierte, an der Klarinette zu hören. Zum Einsatz kamen auch die Sängerinnen Liane Feuer und Isabelle Specht, die mit ihrer leidenschaftlichen, biegsamen Stimme das Publikum in den Bann zogen. Der erste Teil ging dann mit "My Funny Valentine" und "Kall, oh Kall" in Gedenken an Joy Fleming zu Ende. Diese beiden Stücke spielte die Big Band 2016, als sie mit Joy Fleming in der Rudolf-Wild-Halle auftrat.

Atemberaubendes Tempo

Nach der Pause ging es dann mit "Date dere", "Europa" und "Muy Caliente" weiter. Diese spielte die Big Band mit fetzigem Rhythmus und atemberaubendem Tempo, so dass sich das Publikum mit einem Riesenapplaus bedankte. Noch einmal sorgten die Sängerinnen Liane Feurer und Isabelle Specht für wunderbare Showeinlagen in "Back to Black" oder in "Crazy little Thing Called Love" wie auch in der Zugabe "Happy".

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