Plankstadt

Rathausneubau Bürgermeister Nils Drescher rechnet mit Fertigstellung bis Anfang 2022 / Betonklötze stützen den alten Keller ab

Bodenplatte liegt – jetzt folgen die Wände

Archivartikel

Plankstadt.Drei Wochen hat die Baustelle am Rathausneubau geruht, jetzt gehen die Arbeiten weiter. Die Bauarbeiter hatten darum gebeten, ihre Familien in Italien besuchen zu dürfen, nachdem die Grenzen wieder offen waren. Sie hatten ihre Verwandten seit langer Zeit nicht gesehen. Die Gemeinde hatte dem zugestimmt und Menschlichkeit gezeigt, wie Bürgermeister Nils Drescher damals schon betonte.

Mittlerweile ist die Beton-Bodenplatte für den neuen Rathausanbau in der Wilhelmstraße fertig. Nun sind die Arbeiter dabei, die Wände des Neubaus hochzuziehen. Im Keller unterhalb des ehemaligen Bürgerbüros im denkmalgeschützten Altbau mussten die Bauarbeiter mehrere große Betonklötze an das Kellergewölbe anlehnen, da es statisch nach außen drückte. Dieser Druck konnte damit aufgefangen werden. Die Klötze werden später durch den neuen Anbau „verschluckt“. Im Keller unter dem Altbau ist dann später die Heizungsanlage untergebracht. Sie wird die Seniorenwohnanlage und das alte Sparkassengebäude, in das ja das Bürgerbüro kommen soll, mit Wärme versorgen.

Kleiner Garten mit Brunnen

Mittlerweile scheint auch klar, was mit dem „Garten der Freundschaft“ wird, der dem Neubau weichen musste. Er soll an gleicher Stelle wieder entstehen. Dazu sollen neue Bäume gepflanzt werden, Sandsteine sollen hinzukommen sowie ein kleiner Brunnen, den die Gemeinde vor Jahren von der französischen Partnergemeinde Castelnau-le-Lez geschenkt bekommen hatte.

Laut Bürgermeister Nils Drescher liegen die Arbeiten noch im Zeitplan. Er rechnet mit einer Fertigstellung bis Anfang 2022. Die eingeplanten Kosten der Gemeinde für das Projekt liegen bei 4,5 Millionen Euro, die man momentan auch noch einhält.

Der neue Anbau ersetzt ein Gebäude aus den 1960er Jahren. Er soll Barrierefreiheit und Brandschutz gewährleisten, die bisher nicht im rechtlich notwendigen Rahmen gegeben waren. Der denkmalgeschützte Altbau wird gleichzeitig saniert. Auf dem Neubau soll später eine Photovoltaikanlage für Strom sorgen. Momentan befindet sich das Rathaus in Containern am Festplatz.

Info: Mehr Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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