Plankstadt

Sportstätten Gemeinderatsfraktion bezeichnet Bürgerbefragung als mutig / "Entscheidung muss Ergebnisse berücksichtigen und darf erst danach erfolgen"

CDU kritisiert die immer noch unklare Rolle der TSG Eintracht

Plankstadt."Dem Volk aufs Maul schauen", so hätte wohl Luther vor 500 Jahren das beschrieben, was der Gemeinderat mutig auf den Weg gebracht hat, schreibt die CDU-Gemeinderatsfraktion in einer Pressemitteilung. Sie nimmt dabei Bezug auf die Bürgerbefragung am Sonntag, 24. September, mit der die Bürger ihre Meinung in den Entscheidungsprozess zu den Sportstätten einbringen sollen.

"Doch diesen Mut haben wohl leider einige Fraktionen verloren. Anstatt sich die Meinung der Bürger anzuhören, die Befragung und deren offenen Ausgang abzuwarten, werden noch schnell Festlegungen über die Presse veröffentlicht. Gerade von denen, die sich oft als bürgernah und basisdemokratisch darstellen", heißt es in der Mitteilung weiter. Keine Lust auf Bürgermeinung, so könne man vermuten.

Für die CDU stehe fest, dass man die Meinung der Bürger ernst nehmen werde. Daher stehe auch fest, dass jedes CDU-Fraktionsmitglied zwar eine persönliche Meinung habe. "Eine Entscheidung muss die Ergebnisse der Befragung berücksichtigen und darf daher erst nach der Befragung erfolgen", so heißt es in der Mitteilung.

Neubau muss erfolgen

"Die oft desolaten Zustände in den Vereinshäusern wird thematisiert. Es ist der CDU-Fraktion wichtig festzuhalten, dass ein Neubau der Einrichtungen am alten Standort oder an einem neuen Standort in jedem Fall erfolgen muss. Da keine Variante den Erhalt der Vereinsheime in der jetzigen Form vorsieht, sehen wir hierin auch die Chance zum Zusammenwachsen des Vereins", schreiben die Christdemokraten.

Unklar sei leider immer noch die Rolle der TSG Eintracht und deren Beitrag zum neuen Konzept der Sportstätten. Gute Beispiele der Nachbargemeinden würden zeigen, dass ein finanzieller Beitrag, eine Übernahme von Unterhaltungskosten und die erfolgreiche Akquisition von Sponsoren möglich seien.

"Für die CDU Fraktion ist, bei allen Vor- und Nachteilen der verschiedenen Varianten, eine zeitnahe Umsetzung wichtig. Wie der Presse zu entnehmen war, beschloss man 2011 in Brühl die Verlagerung der Sportstätten. Ein neuer Bebauungsplan war notwendig, der im Frühjahr 2018 beschlossen werden soll. Erst 2020 wird wohl die Verlagerung in Brühl umgesetzt sein. Man sollte also die notwendigen Genehmigungsverfahren bei der eigenen Entscheidung in Plankstadt berücksichtigen", so die CDU-Fraktion.

Es wird einige Jahre dauern

Eine Verlagerung werde also einige Jahre bis zur Umsetzung dauern. Das Gebiet um die Mehrzweckhalle sei bereits als Sportstätte genehmigt und so könne ein Neubau einer Sporthalle schnell umgesetzt werden. Gleiches gelte für den Neubau beziehungsweise die Totalsanierung der Umkleiden am bestehenden Platz. Die Umsetzungszeit spielt nach Meinung der CDU-Fraktion eine wichtige Rolle. "Die CDU-Fraktion möchte nicht das Votum der Bürger vom 24. September vorwegnehmen, eine Entscheidung wird daher erst nach gründlicher Prüfung der Befragungsergebnisse erfolgen", versprechen die Christdemokraten.

Kosten für den Bau und für die dauerhafte Unterhaltung seien zu berücksichtigen. "Die Zeit spielt eine wichtige Rolle, haben wir doch schon zu lange auf eine Lösung gewartet. Die CDU Fraktion wird sich weiterhin aktiv an der Diskussion beteiligen und nimmt gerne die Meinung der Bürger auf. Für die CDU zählt jede Stimme, gehen Sie zur Bürgerbefragung", fordern die Christdemokraten am Ende ihrer Pressemitteilung die Wähler auf. js

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