Plankstadt

Hungermarsch Pfarrgemeinden rufen zur Aktion für notleidende Kinder und Senioren aus Rumänien und Tansania auf / Bildung fördern und für warme Mahlzeit sorgen

Chancen geben und den Teufelskreis der Armut gemeinsam durchbrechen

Plankstadt.Vor vielen Jahren hat Fidelis Rupert, emeritierter Abt der Missionsbenediktiner von Münsterschwarzach, die Beziehung der Nikolausgemeinde in Plankstadt zur Abtei Mvimwa in Tansania gestiftet. Sie lebt bis heute – ebenso wie der Kontakte mit Karansebesch in Rumänien bestehen blieb.

In der ehemaligen Gemeinde von Pfarrer Reinhold Lovasz habe sich trotz der EU-Mitgliedschaft Rumäniens kaum etwas zum Positiven geändert. Die Elterngeneration arbeite überall in Europa verteilt, die Kinder seien den Großeltern oder sich selbst überlassen. Hilfe bietet den Notleidenden die örtliche Caritas – dank Pfarrer Reinhold Lovasz und seiner Plankstadter Hungermarschierer, wie es in einer Mitteilung der Pfarrgemeinde heißt.

Auch Abt Mpambo Mkorve von der Benediktinerabtei Mvimwa sei weiterhin auf die Hilfe durch den Hungermarsch angewiesen. Besonders für die von seinen Mönchen geführte „Secondary School“ in Sumbawanga. Dort wurde inzwischen ein Speisesaal eingerichtet, weil es nahezu unmöglich ist, bei Regen im Freien zu essen.

Die dort lernenden Kinder sind sowohl auf Schlafunterkunft als auf Verpflegung angewiesen. Sonst wäre es ihnen wegen der weiten Entfernung nicht möglich, die Schule zu besuchen. Seit Jahren unterstütz die Pfarrgemeinde das Engagement in Afrika, denn Erziehung und Bildung sind der Schlüssel für ein Durchbrechen der Armut und eine bessere Lebensperspektive.

Unterricht und ein warmes Mittagessen erhalten auch die Kinder im rumänischen Karansebesch dank der Unterstützung durch den Hungermarsch. Dadurch bekommen sie eine bessere Chance, um aus dem Teufelskreis der Armut herauszukommen. Heimkinder werden dabei ebenfalls unterstützt. Durch Kontakte mit anderen Kindern wird ihre soziale Isolation durchbrochen.

Die Einsamkeit verjagen

Unter sozialer Isolation leiden aber auch alte Menschen, heißt es in der Mitteilung abschließend. Deshalb ist ein weiteres erklärtes Ziel der Hungermarsch-Organisatoren, die Senioren aus ihrer Einsamkeit zu holen und ihnen verschiedene Hilfsangebote zu machen.

Wer die Aktion der Pfarrgemeinden Schwetzingen, Brühl, Ketsch, Oftersheim und Plankstadt unterstützen möchte, ist zum Hungermarsch am Sonntag, 30. Juni, eingeladen. Um 8 Uhr beginnen am Försterhaus auf der Rheininsel in Ketsch der Zehn-Kilometer-Marsch und die 25-Kilometer-Radtour. Der Fünf-Kilometer-Marsch startet anschließend um 8.45 Uhr, bevor eine Gruppe um 10.30 Uhr von der Rheinhalle zur St.-Sebastian-Kirche läuft. Dort findet um 11 Uhr ein gemeinsamer Gottesdienst statt, der mit einem „Solidaritätsmahl“ ausklingt. zg

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