Plankstadt

Studienreise Partnerschaftsverein in der Emilia-Romagna / Treffen mit Freunden in Argenta

Dolce Vita mit vielen Sinnen

Plankstadt.Nach vier Studienreisen in das Nachbarland Frankreich hatte sich der Vorstand des Partnerschaftsvereins Plankstadt – Castelnau-le-Lez zu einer Fahrt zu den italienischen Freunden in Argenta entschieden. Die Partnerstadt von Castelnau-le-Lez ist ein idealer Ausgangspunkt für Tagestouren zu den Sehenswürdigkeiten der Region Emilia-Romagna. Bei einem Großteil der Planungen konnte man auf die sehr guten Kontakte zum italienischen Komitee vertrauen.

Das Ausflugsprogramm startete mit der Stadtführung in Ferrara. Das „Castello Estense“ ist hier die Hauptsehenswürdigkeit. Ein Bummel durch die schönen mittelalterlichen Gassen ist sehr zu empfehlen. Auf dem Rückweg machten die Plankstadter noch einen Abstecher zum Landsitz des Adelsgeschlechts der „Este“.

Die Lagunenstadt Comacchio war das nächste Ausflugsziel. Ursprünglich direkt am Meer gelegen und auf mehreren Inseln erbaut, erhielt Comacchio sein venezianisches Flair durch den Lagunensee „Valli di Comacchio“. Bekannt ist die Stadt durch die Salinen (nicht mehr in Betrieb) und die Fischfabriken. Der Aal fühlt sich in diesen Gewässern sehr wohl – man spricht von einem wahren „Aaldorado“. Bei einer Schifffahrt auf der Lagune beobachteten die Plankstadter viele Wasservögel, vor allem Flamingos. In Anita, einem Ortsteil von Argenta, besuchten sie noch das Volksfest und erlebten die italienische Lebensfreude.

Ein Schlaraffenland

Die Hauptstadt der Emilia-Romagna, Bologna, steht ganz oben auf der Liste der Sehenswürdigkeiten. Die Wahrzeichen sind die „Due Torri“, zwei Geschlechtertürme, die die Altstadt überragen. Bologna ist für Feinschmecker ein Schlaraffenland.

Am späten Nachmittag ging es dann in das kleine Bergdorf Dozza, das für die kunstvollen Gemälde an den Hausmauern bekannt ist. Die Gegensätze waren extrem: das beschauliche Dorf im Vergleich zu der lebhaften Metropole.

Ravenna ist seit 30 Jahren die Partnerstadt von Speyer und die Stadt der Mosaike. Davon konnte sich die Reisegruppe bei der Stadtführung überzeugen – sei es in einer Taufkapelle, im Dom oder in der Kirche Sant’Appolinare in Classe. Nicht weit von Ravenna liegt Punta Marina, ein typischer Badeort an der Adria, manch einer sprang sogar in die Fluten. Im Naturschutzgebiet „Bosco del Traversante“ gab es viele Infos zur Pflanzen- und Tierwelt. Auf einem Aussichtsturm überblickten die Plankstadter einen Teil des weitläufigen Geländes des Po-Deltas. Einen entspannten Nachmittag verbrachte die Gruppe danach auf der „Azienda Agristurismo Bassara“, wo sie von den italienischen Freunden bewirtet wurden.

Schließlich war die Gruppe zu einer Besichtigung des Couscous-Werks der Firma BIA eingeladen, dem größten Produzenten von Couscous in Europa ist. Mit einem deutsch-italienischen Abend endete dann am Sonntagabend eine Woche mit vielen unvergesslichen Erlebnissen in der Emilia-Romagna. Zusammen mit den italienischen Freunden feierten die Plankstadter in ungezwungener Atmosphäre und waren von deren Gastfreundschaft ein weiteres Mal überwältigt.

Der Vorsitzende Manfred Kresser dankte den Eheleuten Ute und Julius Herold, Brigitte und Jürgen Tegge für die glänzende Organisation dieser Studienreise sowie allen, die auf irgendeine Art und Weise zum guten Gelingen beigetragen hatten. gs

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