Plankstadt

Chorgemeinschaft DJ Tippl legt bei der Sängerfasnacht auf

„Eigengewächse“ in der Bütt

Archivartikel

Plankstadt.Pünktlich zu Beginn der Sängerfasnacht der Chorgemeinschaft heizte der bestens gelaunte DJ Heinz Tippl dem närrischen Publikum im „Eviva“ musikalisch mit dem „Narrhalla-Marsch“ kräftig ein. So herrschte beste Stimmung von Anfang an, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Moderator Hans Kolb begrüßte das närrische Auditorium. Die Akteure, alle Eigengewächse, hatten sich einiges einfallen lassen. Roswitha Kolb stieg als Protokollerin in die Bütt. Gekonnt hielt sie den Narrenspiegel vor, indem sie das Sängerjahr in lustigen, manchmal auch kritischen Reimen Revue passieren ließ. Ein „Alt-Star“, denn kein geringerer als der unvergessene Billy Mo, alias Ludwig Fischer, wurde in den Saal „roi gelosst“ und brachte die Narren zum Mitsingen seines Hits „ Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut“.

Weiter ging’s in der Bütt, denn eine Ehefrau – dargestellt von Karlheinz Kolb – klagte über ihren Ehemann: „ Mir saße uff der Bank, eener rechts, eener links, koaner hott was gsaat, und so hott dann o Wort s’annere gewwe.“ Am allerschlimmsten war für sie, „dass er gemeent hot, im Schloofzimmer sei der schänschte Körper wohl der Heizkörper“.

Kaum war ein Vortrag beendet, animierte DJ Tippl entweder zum Schunkeln oder zum Singen. Musikalisch begrüßt mit „ Ja mir lewe vun de anner Leit ihrm Dreck“ eroberten dann zwei Putzfeen die Bütt. Roswitha Kolb und Erika Schleich lieferten ein köstliches Zwiegespräch. Auf „Warum solle mir Fraue immer nur schää sei anstatt intelligent“ prompt die Antwort: „A weil die Männer besser sehe als denke känne!“ Auf die Frage: „ Na wie war’s in Rom, hosch o die Sixtinische Kapell gsehe?“ kam die Antwort: „ No, die heb ich net g’sehe – vielleicht war die groad fort, uff Tournee!“

Anerkennendes Gelächter

Zu vorgerückter Stunde begleitete anerkennendes Gelächter den Einzug eines Callgirls, alias Reinhold Gund, der im sündigen rot-schwarzen Outfit auftauchte. Von so manchen heiklen Dingen konnte sie ein Liedchen singen. Ins Massageinstitut ließ sie manche Kunden gar nicht rein, denn die kamen nur auf Krankenschein. Die aus dem Häuschen geratene Narrenschar geizte nicht mit Applaus für den Vortrag.

Die Stimmungswogen waren zu vorgerückter Stunde am Siedepunkt angekommen. Und die beiden unverwüstlichen Urgesteine der Sängerfasnacht, die zur Hochform aufgelaufen waren, Reinhold Gund und Karlheinz Kolb, schlossen als „Waltraud und Mariechen“ den Büttenreigen. Die eine sehr elegant, die andere in biederer Kleidung, hatten sie die modernen Medien zum Thema: „Was ist ein Laptop?“ „Das ist ein Computer zum Zusammenklappe.“ „Also ein Sandwich!“ Köstlicher Wortwitz und super Mimik – das Lachen nahm kein Ende. DJ Tippl spielte noch mal auf, und beim musikalischen Schluß-Medley schmetterten die Narren lauthals mit. hgü

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