Plankstadt

Postkarte Unser Leser Winfried Wolf hält ein Schreiben von Karl-Heinrich Hüngerle in Ehren / Text ist heutzutage bedauerlicherweise nur schwer zu lesen

Ein fotografischer Gruß des Onkels aus dem Elsass

Archivartikel

Plankstadt.Nach dem Bild der Soldaten hinter der evangelischen Kirche von Wolfgang Geiger hat auch Winfried Wolf eine alte Postkarte aus diesem Themenbereich an die Redaktion geschickt. Diese Karte stammt von seinem Onkel Karl-Heinrich Hüngerle, die dieser um das Jahr 1918 als Rekrut in Gebweiler – auf französisch Guebwiller, denn es liegt im Elsass – an dessen Vater Georg Hüngerle in Plankstadt sandte – oder vielmehr an die Mutter, denn Georg Hüngerle war zu dem Zeitpunkt selbst noch eingezogen und leistete seinen Dienst in einer Pioniereinheit.

„Das Bild zeigt Karl-Heinrich Hüngerle in einer Gruppe Soldaten mit erbeutetem französischem Maschinengewehr, kniend auf der linken Seite mit Pistole und Handgranate im Gürtel“, erläutert Wolf dazu, „er kam heil wieder nach Hause, starb aber schon 1926.“ Die Postkarte hält er in Ehren, da sie eben ein Erbstück seines Großvaters ist und sie somit zum Familienerbe gehört. Und sie ist die einzige Postkarte, ansonsten gibt es ganz viele normale Fotos.

Auf der Rückseite findet sich ein kurzer Text, der mit Kopierstift geschrieben wurde. Dieser hat eine wasserlösliche farbige Mine und ist dokumentenecht, gleicht vom Schriftbild her einem Bleistift. Der Text auf der Karte ist für heutige Augen nur schwer zu entziffern. Ein „herzlicher Gruß“ lässt sich dabei noch herauslesen. „Und ich meine, an der einen Stelle heißt es ,trauriger Sohn’“, meint Winfried Wolf. Er hatte sich beim Entziffern der Schrift sogar schon Hilfe gesucht, aber herausgekommen ist dabei nichts. grö

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