Plankstadt

Kinderbetreuung Einrichtungen bereiten sich auf den eingeschränkten Regelbetrieb vor / Start ist erst nach den Pfingstferien am Montag, 15. Juni

Einnahmen von 280 000 Euro könnten fehlen

Archivartikel

Plankstadt.Jedes Kind soll nach den Pfingstferien wieder tageweise betreut werden. Die Vorschriften der Corona-Verordnung für die Kinderbetreuung sollen ab Montag, 18. Mai, vom Land geändert werden. Ziel ist die angekündigte Ausweitung der Kinderbetreuung in Richtung eines eingeschränkten Regelbetriebs. Dies stellt die kirchlichen und freien Träger in Plankstadt vor große Herausforderungen, denn die Ausweitung der Betreuungskapazitäten unter Beachtung der umfangreichen Hygienebestimmungen ist organisatorisch gar nicht so einfach.

Allerdings wird dabei ein Entscheidungsspielraum vor Ort eingeräumt, den man in Plankstadt auch braucht, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeindeverwaltung. Wie die neue Öffnung im Bereich der Kinderbetreuung aussehen wird, darüber berieten sich in einem kurzen Treffen daher die Leiterinnen der Kinderbetreuungseinrichtungen mit Bürgermeister Nils Drescher, Hauptamtsleiter Stephan Frauenkron sowie Martina Mehrer, im Rathaus die Ansprechpartnerin unter anderem für die Kinderbetreuung. Drescher betonte zu Beginn der Besprechung, wie stark er honoriere, wie die Kinderbetreuungseinrichtungen mit der besonderen Situation umgehen, welche Kreativität sich zeige und welcher Einsatz geleistet werde, die gesetzlichen Vorgaben vor Ort im Dialog umzusetzen.

Engagement und Wille ist also da, ebenso der Wunsch der Erzieherinnen und Erzieher die Kinder wieder schrittweise in die Einrichtungen zurückzubekommen. Dabei hat man sich auf folgendes Verfahren für alle Einrichtungen in der Gemeinde geeinigt. Ab Montag, 18. Mai, wird aufgrund der am Freitag noch fehlenden Regelungen des Landes zunächst die erweiterte Notbetreuung weiter angeboten.

Verbindliche Anmeldungen

Eltern, die beabsichtigen, vor den Sommerferien für ihr Kind die erweiterte Notbetreuung in Anspruch zu nehmen, sollen ihren Betreuungsbedarf bei den Einrichtungsleitungen bis spätestens Mittwoch, 20. Mai, möglichst verbindlich anmelden. Basierend auf diesem Betreuungsbedarf berechnen die Einrichtungen dann die möglichen zusätzlichen Angebote für den eingeschränkten Regelbetrieb. Dieser soll nach den Pfingstferien in Plankstadt starten, die Einrichtungen stellen im optimalen Fall dann 50 Prozent der vorhandenen Plätze zur Verfügung. Ziel ist es, alle Kinder, deren Eltern keinen Anspruch auf eine erweiterte Notbetreuung haben, an wenigstens ein bis zwei Tagen im Wechsel in festen Gruppen tageweise in die Einrichtung zurückzuholen.

Da die Gruppeneinteilung und die Betreuungstage im Dialog mit den Eltern zu planen sind, kann der eingeschränkte Regelbetrieb erst nach den individuellen Schließzeiten jeder Einrichtung in den Pfingstferien am Montag, 15. Juni, beginnen. „Ich hoffe, dass alle Eltern ihren Kindern den auf Tage eingeschränkten Besuch der Einrichtungen nach Pfingsten ermöglichen“, appelliert Bürgermeister Nils Drescher. Dies entspanne die häusliche Situation, alle Kinder bräuchten für ihre Entwicklung dringend den Kontakt zu Gleichaltrigen und den pädagogischen Fachkräften. Für die Hygiene in den Einrichtungen sind bereits umfangreiche Maßnahmen getroffen und weitere in Vorbereitung. Die Vorgaben erstrecken sich auf das Spielen, das Mittagessen, wo nach jeder versorgten Gruppe gelüftet werden muss und die Tische zu reinigen sind, und den gesamten Alltag in den Einrichtungen.

Die Kosten für die Kinderbetreuung in Zeiten von Corona haben sich kaum geändert. Die Personal- und Betriebskosten laufen weiter, zusätzlich sind die Hygienemaßnahmen zu zahlen. Wie sieht es daher mit den Elternbeiträgen aus? Die Elternbeiträge für die Monate April bis Juni werden gestundet und nicht von den Konten der Eltern abgebucht. Klar ist bisher, dass die Notfallbetreuung jeweils anteilig für die genutzten Tage von den Eltern gezahlt werden muss. Eine ähnliche Regelung wird wahrscheinlich für den eingeschränkten Regelbetrieb gelten. Die Einnahmeausfälle für die Gemeinde bei einem eingeschränkten Regelbetrieb nur bis Juli beziffert Bürgermeister Drescher mit rund 280 000 Euro. Das Land hat der Gemeinde bisher rund 130 000 Euro als Soforthilfe zugesagt. Der Gemeinderat wird im Juni über die Höhe der Beiträge und einen Erlass der Elternbeiträge entscheiden. zg

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