Plankstadt

Katholische Gemeinde Neun Helfer legen den Blumenteppich – ein Rekord / Dekor vor St. Nikolaus unter der Regie von Tamara Gaa schnell gelegt / Schöner Gottesdienst

Es gibt einige Premieren

Archivartikel

PLANKSTADT.Auf zehn Meter Länge breitete sich ein farbenfroher Blütenteppich vor Sankt Nikolaus aus. Schon früh am Fronleichnamsmorgen fanden sich „rekordverdächtig viele“ Helfer zusammen, wie Tamara Gaa berichtete. Sie ist die Organisatorin des Teppichbildes vor und desgleichen in der Kirche.

Damit feierte das Legen des Blütenteppichs einige Premieren in diesem Jahr: Julian Barenhoff war der erste und einzige männliche Helfer; das Blumendekor 2018 war so schnell gelegt wie noch nie in der gut zehnjährigen Geschichte, und neun Helfer bedeuteten einen echten Rekord. „Oft waren wir nur zwei oder drei, die sich hier engagierten, letzte Woche vor meinem Aufruf waren wir auch nur zwei“, schilderte Tamara Gaa, die vielfältig in der katholischen Gemeinde engagiert ist. Als Motto fürs Naturbild hat Gaa das Vaterunser in Auszügen gewählt, weil das demnächst Thema im Kindergottesdienst sein wird, den sie organisiert.

Blumen und Blüten wurden am Vortag in der Sakristei abgelegt, von Tamara Gaa gesichtet und kategorisiert, was wohin gelegt werden sollte. Die großen Flächen bekamen Struktur durch Grasschnitt und selbsteingefärbtes Kleintierstreu, was eine große Farbbandbreite erlaubt. „Letzte Woche war eine Hochzeit in der Familie, da haben wir den Kaffeesatz für die Konturenmalerei gesammelt“, erklärte Gaa, wie sie nach und nach das Material zusammenbekommt. Das große Blütenbild vor dem Altar ist bereits am Dienstag gelegt worden. Ein Rahmen wurde vor Jahren gebaut, damit man wetterunabhängig ein Blumenbild mit Symbolcharakter anbieten konnte. „In den vergangenen Jahren hatten wir immer gutes Wetter an Fronleichnam, aber am Altarteppich halten wir fest“, so Gaa, die dort das Kreuz und die christlichen Sinnbilder Brot, Wein, Fische, Friedenstaube und Ähren dargestellt hat. Vorm Kircheneingang erstreckte sich die Bildersammlung von Sonne und Regenbogen über die stark abstrahierte Figur Gottes, bis hin zum Schriftzug „Amen“ am Ende des langen Teppichs, der die Sätze „Unser täglich Brot gib uns heute“ und „Wir vergeben unseren Schuldigern“ enthielt. Nach gut zwei Stunden war das Werk vor der Kirche vollbracht, der Kaffee Zuhause rief und das Herrichten für den Kirchgang um 10 Uhr.

Zum Abschluss ins Pfarrheim

Gut gefüllt zeigte sich das Gotteshaus zum Festgottesdienst, den Vikar Thomas Palakudiyil zelebrierte. Dass man als gläubiger Mensch seinen Glauben mit der Prozession zu Fronleichnam nach draußen trage, erklärte er, bevor es die Gläubigen aus der Kirche hinaus, vorbei am Kindergarten, in die Friedrichstraße zog. Von dort aus führte der Weg die Singenden in die Luisenstraße bis zur Filiale der Volksbank, wo ein weiterer Altar errichtet war. Baldachin und Monstranz wurden dort präsentiert sowie ein Lied gesungen. Mit dem Gebet: „Jesus sagt: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel kommt – Brot, Himmel, Leben für uns…“, zog die Prozession erneut in die Kirche zum Segen ein.

Im Anschluss nutzten fast alle das Mittagessenangebot er Ministranten und Pfadfinder, die im Pfarrheim St. Nikolaus zu Eintopf und Bratwurst, Getränken, Kaffee und Kuchen eingeladen hatten.

Info: Mehr Fotos gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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