Plankstadt

Flächennutzungsplan Gemeinsames Planwerk für 18 Mitglieder des Nachbarschaftsverbands / Bei Fortschreibung geht es in erster Linie um die Konversion

Gemeinde hat mehr als zwölf Hektar Gewerbeareal

Archivartikel

Plankstadt.Der Flächennutzungsplan des Nachbarschaftsverbandes Heidelberg-Mannheim umfasst den baulichen Entwicklungsrahmen für das gesamte Verbandsgebiet. Er gehört zu den Pflichtaufgaben der kommunalen Bauleitplanung und wird für die 18 Verbandsmitglieder in einem gemeinsamen Planwerk erstellt. Der Gemeinderat war aufgefordert, dem Vorentwurf zur Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplans zuzustimmen. Der Entwurf berücksichtigt den Beschluss des Gemeinderats von 2017, wonach auf Basis einer Bürgerbefragung die Sportplätze am bisherigen Standort erhalten werden sollen. Nach dem neuen Entwurf verfügt Plankstadt insgesamt über 11,3 Hektar an Wohnbaufläche. Die gewerblichen Bauflächen umfassen zwölf Hektar.

Der derzeit gültige Flächennutzungsplan wurde 2006 beschlossen. Bei der aktuellen Fortschreibung geht es insbesondere um die Frage, in welcher Weise die Konversionsflächen für die zukünftige Siedlungsentwicklung genutzt werden und welche Auswirkungen dies auf das gemeinsame Entwicklungskonzept für das gesamte Verbandsgebiet hat.

Die Bevölkerung und die Nachfrage nach Wohnungen wachsen derzei kontinuierlich. Die Mitglieder des Nachbarschaftsverbandes erhalten daher das Angebot, auch zukünftig Baugebiete zu entwickeln.

Ausreichender Spielraum

Ob und wann das geschieht, wird aber vor Ort entschieden. Der Vorentwurf beinhaltet für alle Verbandsmitglieder einen ausreichenden Entwicklungsspielraum für die nächsten Jahre. Aufgrund der eher größer gewordenen Prognose-Unsicherheiten ist jedoch vorgesehen, die tatsächliche Siedlungsentwicklung zukünftig qualitativ und quantitativ verstärkt zu beobachten, um frühzeitig mögliche Erfordernisse im Hinblick auf den Flächennutzungsplan erkennen zu können. Gerade aufgrund der aktuellen Engpässe auf dem Wohnungsmarkt soll nicht erst nach dem ansonsten üblichen Planungshorizont von 15 Jahren eine Überprüfung stattfinden, sondern fortlaufend.

Jutta Schuster (CDU) nahm die Ergebnisse der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden zur Kenntnis: „Wir gehen einen Schritt weiter.“ Gerhard Waldecker (PlaLi) plädierte dafür, die innerörtliche Verdichtung ins Auge zu fassen. Dr. Dr. Ulrich Mende (SPD) verwies auf die Entwicklung geeigneter Bauflächen. Das sei ein weiterer Grundstein für eine positive Entwicklung der Gemeinde. Sigrid Schüller (GLP) lehnte die Flächenfortschreibung ebenso ab wie ihr Fraktionskollege Thomas Burger. Die Handlungsmaxime müsse „höher und dichter“ lauten, verwies sie auf die Einwendungen der Naturschutzverbände.

Ulf-Udo Hohl (ALP) enthielt sich. Es gelte abzuwarten: „Die Planer haben sich hier ausgetobt.“

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