Plankstadt

Evangelische Kirche Neue Regeln für die Gottesdienste / 26 Teilnehmer sind maximal erlaubt

Gläubige werden platziert

Archivartikel

Plankstadt.Auch wenn die Gruppen und Kreise weiterhin bis erst einmal 15. Juni ruhen müssen, gibt es gute Nachrichten: In der evangelischen Kirche ist es ab Sonntag, 17. Mai, wieder möglich, Gottesdienste zu feiern. Diese Gottesdienste werden anders sein als sonst, schon allein, weil man nicht zusammen singt und weil es mehr zu beachtende Regeln gibt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das bedeutet für die Andachten in der evangelischen Kirche eine begrenzte Anzahl von 26 Teilnehmern. Ferner gilt das Motto „Wait to be seated“ – die Teilnehmer warten an der Eingangstür, bis einer der freundlichen Ordner mit offenem Ohr sie zu ihrem Platz geleitet.

„Bitten halte Sie außerdem innerhalb und außerhalb der Kirche zu Ihrem Nächsten, der nicht zu Ihrem Haushalt gehört, zwei Meter Abstand. Lassen Sie uns mit der Hand aufs Herz grüßen und anlächeln. Bitte desinfizieren Sie sich Ihre Hände beim Hinein- und Rausgehen. Ein Mundschutz wird von uns empfohlen, ist aber keine Pflicht. Bringen Sie sich gerne ein Sitzkissen mit, wenn Sie kälteempfindlich sind. Damit wir die Bänke nach der Andacht besser desinfizieren können, haben wir die Bankkissen eingelagert“, heißt es in der Mitteilung.

Die Empore ist in diesen Gottesdiensten nicht für die Teilnehmer geöffnet. Bis zum 1. Juli ist erst einmal kein gemeinsames Singen und Beten durch die Gemeinde möglich, weil das den Ausstoß von Viren erhöhen könnte. Außerdem wird bis auf Weiteres kein Abendmahl gefeiert.

Wenn die Anzahl von 26 Personen erreicht ist, ist die Kirche voll, aber Interessierte dürfen sich dann gerne einen Gottesdienst zum Mitnehmen nehmen, der an den Kirchentüren ausliegen wird. Und die Verantwortlichen müssen darum bitten, im Anschluss die Kirche zügig zu verlassen und auf dem Vorplatz nicht zu lange und nicht zu dicht zu verweilen.

Gemeinschaft erlebbar machen

Der Gottesdienst wird in etwa eine halbe Stunde dauern. Es ist dann eher wie eine sonntägliche Andacht. „Aber diese sonntägliche Andacht ist ein erster Schritt, wieder eine gottesdienstliche Auszeit zu erleben und in Gemeinschaft Kraft zu tanken. Wir werden uns viel Gedanken machen, dass die Sonntagsandachten zu Andachten werden, die unter all den verständlichen Vorgaben die Nähe Gottes und der Gemeinschaft erlebbar machen. Parallel werden wir weiterhin die Gottesdienste zum Mitnehmen an den Kirchentüren auslegen“, sagt Pfarrerin Christiane Banse.

Wer diesen gottesdienstlichen Impuls noch nicht bekommt, aber gerne frei Haus geliefert bekommen würde, meldet sich im Pfarramt. „Lassen wir uns im Vertrauen auf Gottes Nähe auf diesen Weg ein, der teilweise eher dem Gang durch die Wüste entspricht. Aber auch da offenbart sich dem Volk Gottes Neues“, schreibt Pfarrerin Banse abschließend. zg

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