Plankstadt

Katholische Gemeinde Bei „Kirche im Kerzenschein“ kann man seine Wünsche und Bitten mit Weihrauch in den Himmel schicken / Impulse zum Jahresausklang

Gotteshaus erstrahlt im Licht von 800 Kerzen

Archivartikel

Eppelheim.Das Weihnachtsfest und die Feiertage waren vorüber. Bis zum Jahreswechsel waren es noch ein paar Tage Zeit. Diese ruhigere Zeit „zwischen den Jahren“ nutzte die katholische Kirchengemeinde und lud zur „Kirche im Kerzenschein“ ein. Zum Nachklingen der Weihnacht und zum Rückblick auf das vergangene Jahr wurde den Menschen – unabhängig ihrer Konfession – Zeit zur Besinnung geschenkt.

In der Christkönigkirche warteten ganz besondere Momente auf die Besucher. „Jeder kann auf Entdeckungsreise gehen und seinen eigenen Weg zur Krippe finden“, informierte Pastoralreferentin Judith Schmitt-Helfferich. Zusammen mit rund einem Dutzend Helferinnen und Helfern hat sie am Samstag die Abendaktion „Kirche im Kerzenschein“, die bereits im vergangenen Jahr sehr gut ankam, vorbereitet, sich verschiedene Stationen und Impulse überlegt.

Was die Besucher gleich beim Betreten der Kirche ein paar Minuten innehalten ließ und den meisten ein „Ach, wie schön!“ entlockte, war der fast magisch den Raum erfüllende Kerzenschein, der Licht ins Dunkel der Kirche und in die Herzen zauberte. Etwa 800 Kerzenlichter waren auf den Kirchenbänken, den Altarstufen, in der Taufkapelle, auf dem Geländer der Empore und in Form von Ornamenten im Mittelgang verteilt. Sie erleuchteten den Weg zu den verschiedenen Stationen und zur Weihnachtskrippe. Der Stern von Bethlehem als Lichtprojektion im Altarraum war ein weiterer Blickfang.

Meist in aller Stille schritten die Besucher durch die Kirche, machten sich auf zur Krippe und suchten ihre eigenen Antworten auf das zur Neige gehende Jahr. Fragen zur Orientierung gab es in der Taufkapelle. Hier bot sich jedem die Möglichkeit, Begegnungen und Herausforderungen, die man 2019 erlebt hat, zu reflektieren und sie für sich einzuordnen.

Geschenke aufschreiben

In Form von Bildkarten konnte man auf dem Weg durch die Kirche auch Engeln und Hirten begegnen, die einen mit ihren Gedanken begleiteten. Im Altarraum gab es eine „Geschenke-Station“. Auf kleinen Haftnotizzetteln durfte jeder aufschreiben, womit er 2019 beschenkt wurde. „Das können materielle Geschenke, aber auch Begegnungen oder Erfahrungen sein“, verdeutlichte Judith Schmitt-Helfferich. Die Notizen konnte man auf Geschenkpakete kleben. „Liebe“, „Familie“, „Zuspruch“, „Hilfe“ und „Zeit mit meiner besten Freundin“ war auf den Päckchen zu lesen.

An der großen Weihnachtskrippe bot sich eine weitere Möglichkeit zum Innehalten. Beim Kind an der Krippe konnte man seine Gedanken, Wünsche, Sorgen und Bitten symbolisch mit einem Weihrauchkorn zu Gott aufsteigen lassen. Vor der Kirche hatte das „Kirche im Kerzenschein“-Team zusammen mit den Ministranten mit einem Holzfeuer, Sitzgelegenheiten und einem Ausschankpavillon eine schöne Begegnungsmöglichkeit geschaffen, die zum Ausklang des Kirchenbesuchs gerne genutzt wurde.

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