Plankstadt

Klasse Kids Redakteurin Saskia Grössl beantwortet die Fragen der Klassen 4 a und 4 b an der Humboldtschule / Die haben schon einiges rund um die Zeitung gelernt

Hatten Sie mal Angst vor einem Interview?

Archivartikel

Plankstadt.Wenn ein Redakteur in die Schule geht, muss er sich auf viele spannende Fragen gefasst machen. So war das auch in der Humboldtschule, wo zwei vierte Klassen Besuch von unserer Zeitung bekamen.

Die 4 a mit Klassenlehrerin Katharina Schrenk sowie die 4 b mit Klassenlehrerin Birgit Vizethom hatten beim von unserer Zeitung angebotenen Projekt „Klasse Kids“ mitgemacht. Dabei bekommen die Schüler zwei Wochen lang jeden Tag die Schwetzinger Zeitung und lernen sie kennen. Welche unterschiedlichen Darstellungsformen gibt es? Das ist dabei nur eine der Fragen, die die Kinder hinterher beantworten können.

Für den Redakteursbesuch hatten sich die fleißigen Kinder der Humboldtschule allerdings noch viele weitere Fragen überlegt, die sie gerne beantwortet haben wollten. Mehr zu sagen als „Hallo, ich bin Saskia Grössl von der Schwetzinger Zeitung“ blieb da gar nicht – schon schnellten die Finger schnell in die Höhe.

„Was war Ihr erster Bericht?“, wollte beispielsweise Nina wissen. Die Überschrift kann ich nicht mehr sagen, weiß aber noch, dass er von der Schwetzinger Kerwe handelte. „Hatten Sie schon einmal Angst vor einem Interview?“, hatte sich Shana als Frage überlegt. Jedes Mal bin ich vor einem Interview auch heute noch ein wenig aufgeregt, verrate ich und ernte verständnisvolles Kopfnicken. Schließlich kann viel schiefgehen – wenn etwa das Aufnahmegerät nicht richtig funktioniert oder der Interviewpartner eher störrisch ist. Beides ist mir glücklicherweise noch nicht passiert.

Interesse zählt

Fragen muss man sich vor einem Interview natürlich gut überlegen. Für Gabriel kein Problem. Er würde gerne einmal von Frank-Walter Steinmeier ein paar Dinge wissen, etwa wie er zur Politik Angela Merkels steht oder was er zur AfD zu sagen hat. Gabriel hat sich sogar schon überlegt, später auch einmal Journalist zu werden. „Ich finde es spannend, bei Ereignissen dabei zu sein und direkt von dort zu berichten“, erklärt er und fügt hinzu, dass er auch gerne fotografiert – beste Voraussetzungen also.

Apropos Voraussetzungen. „Was braucht man, um Journalist zu werden?“, möchte Amelie wissen. Klar, gute Deutschkenntnisse und eine tadellose Rechtschreibung sind dabei schon wichtig. Noch viel mehr zählt aber das Interesse an dem, was in der Welt und um einen herum so alles passiert. Wer nicht neugierig ist, sollte kein Journalist werden. Schließlich muss man sich gerade im Lokaljournalismus in ganz viele verschiedene Bereiche einarbeiten.

Doch das ist auch gerade das, was an dem Beruf so viel Spaß macht. Denn auch danach fragen die Schüler. Dass kein Tag wie der andere ist und man immer wieder mit neuen Leuten in Kontakt kommt, das ist das Schöne an dem Job. Und die Nachteile?, fragt Milla. Das könnten die Arbeitszeiten sein, da man eben auch manchmal am Sonntag arbeiten muss – schließlich soll am Montag eine Zeitung erscheinen.

Gute Sätze sind Übungssache

„Wie kommen Sie denn auf gute Sätze?“, möchte Maxi wissen. Das ist eine Übungssache, die man im Volontariat – so heißt die Ausbildung in einer Redaktion – lernt. „Haben Sie schon berühmte Leute interviewt“, ist eine Frage, die häufig gestellt wird. Philipp Poisel kennen die Viertklässler nicht, aber mit Namika oder Natia von „The Voice of Germany“ können sie schon etwas anfangen. Die Jungen würden gerne mal Fußballer interviewen – Manuel Neuer etwa.

„Schreiben Sie denn nur Artikel?“, das interessiert Amelie. Nein, als Redakteurin bearbeite ich auch Texte von freien Mitarbeitern oder Pressemitteilungen, die uns erreichen. Das nennt man redigieren. Außerdem stelle ich die Texte auf die Zeitungsseiten, am Computer natürlich, und füge die Bilder ein. Zunehmend wichtiger wird auch, unsere Homepage oder Facebookseite zu bespielen. Und zusätzlich muss ich natürlich alle Termine organisieren, die für „meine“ Gemeinde Plankstadt so anfallen.

Aber meine neue Lieblingsaufgabe könnte ab sofort sein, für „Klasse Kids“ die Schulen zu besuchen. Immerhin sind die Viertklässler der Humboldtschule echt cool und können ganz schön interessante Fragen stellen.

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