Plankstadt

Humorlosigkeit ist Trumpf

Archivartikel

Nicht jeder versteht Humor. So ging es wohl auch einer Frau aus einer Nachbargemeinde, die sich von lustigen Schildern am Zaun des Häckselplatzes angegriffen fühlte. Auf diesen war zum Beispiel handschriftlich vermerkt „Freibier gibt’s morgen“ oder „Fußangeln und Selbstschuss“. Tja, vielleicht hat sich besagte Dame ja in den Fußangeln verfangen? Vielleicht hätte ein Freibier genügt, um sie wieder zu besänftigen. Spaß beiseite: Dass die Schilder nur witzig gemeint waren, war jedem klar. Sie hingen dort seit mehr als zehn Jahren und sorgten bei den Nutzern oder Passanten immer wieder für humorvolle Bemerkungen oder kleine Gespräche. Der Aufseher des Häckselplatzes klagte jahrelang immer wieder über widerrechtlich abgelagerten Müll vor dem Platz oder hinter dem Zaun. Er resignierte und schrieb in seiner Not und auch mit dem ihm eigenen bekannten Humor die nun beanstandeten Hinweisschilder.

Schade, dass die Dame den Humor nicht verstanden hat. Sie wandte sich völlig verärgert und eingeschüchtert an die Gemeindeverwaltung. Diese reagierte prompt und ließ die Schilder sofort entfernen. Vielleicht hätte auch ein klärendes Gespräch gereicht. So besteht womöglich Bedarf nach einem speziellen Hinweisschild: „Vorsicht, hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen!“. Darauf erstmal ein Freibier.

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