Plankstadt

Interesse in Aktion wandeln

Archivartikel

Caroline Scholl hofft, dass es für die TSG Eintracht weitergeht

Wenn das Schreckgespenst „Vereinssterben“ umgeht, denken die meisten an schwindende Mitgliederzahlen oder fehlenden Nachwuchs. Davon kann bei der TSG Eintracht eher nicht die Rede sein, sind doch aktuell satte 1800 Mitglieder Teil des 1890 gegründeten Traditionsvereins. Auch erfreuen sich die Abteilungen wie beispielsweise die Fußballer, Handballer oder Turner großer Beliebtheit, auch bei den jüngeren Sportlern in der Gemeinde. Doch was ist passiert? Wie kann es sein, dass zumindest in der Theorie ein so eingesessener Verein zum Jahresende die „Türen schließen“ müsste? Ein Phänomen ist zu erkennen, welches sich in vielen Bereichen des Lebens wiederfindet. Die Hoffnung, dass irgendeiner schon irgendwie das Ruder in die Hand nehmen wird, Verantwortung übernimmt und macht – ist man doch selbst oft zeitlich schon absolut am Limit. Doch bleibt zu bedenken: Wo viele Hände helfen, ist der Zeitaufwand für den Einzelnen durchaus überschaubarer. So bleibt zwar der Wunsch, dass beispielsweise der eigene Nachwuchs am Ort einen gut organisierten Sportverein mit einem entsprechenden Angebot nutzen kann, aber die Notwendigkeit, dass sich dafür jemand einsetzt, wird oft irgendwie übersehen. In vielen Vereinen erklingt das Mantra „es sind halt immer die Gleichen, die helfen und sich engagieren“ und plötzlich kommt nun eines Tages sogar nicht nur der nicht mehr ganz so frequentierte Gesangsverein oder Kegelverein möglicherweise ins Wanken, sondern der Verein, den man vermeintlich für groß und stabil gehalten hat. Doch für den Erhalt sein und tatsächlich etwas tun, das sind zwei verschiedene Dinge. Es bleibt im Falle der TSG Eintracht zu wünschen, dass die Interessenten für den Vorstand nicht nur Interessenten bleiben, sondern bald tatkräftig einen Traditionsverein mit viel Potenzial in eine vielversprechende Zukunft führen.

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