Plankstadt

Verein der Hausfrauen Fasnachtsfeier mit Tanz und Büttenreden zieht zahlreiche Gäste an / Margot Doll erweckt „Weinkönigin“ zum Leben / Polonaise bis ins Foyer

Kostüme wecken Erinnerungen an Reisen

Archivartikel

Plankstadt.In puncto Verkleidung sind die Vereinsmitglieder der Hausfrauen ganz vorn dabei, schließlich erschienen alle Damen zur Fasnachtsfeier im Restaurant der Mehrzweckhalle in einem Kostüm, das zum Motto „Tulpenblüten in Holland“ und „Timmendorfer Strand, Ostsee und Elbphilharmonie Hamburg“ passte. „An Fasnacht beziehen wir uns immer auf die Reisen vom Vorjahr“, erklärte Vorsitzende Thea Fritz und freute sich über die zahlreichen Gäste.

Mit ihrer herzlichen Büttenrede zur Begrüßung, die sie im Dialekt vortrug, bildete Fritz den Auftakt der Feier und sorgte direkt für gute Laune. „Die Zeit hot eich nichts anhawwe könne, ihr seid immer noch flott wie junge Henne“, hieß es da. Und: „Mädels, Fasnacht ist nur emol im Jahr, des wär doch gelacht, wenn ma do nix draus macht.“ Das nahmen sich die Damen zu Herzen und stärkten sich zu Beginn erst einmal bei Kaffee und Berlinern, bevor mit Vollgas gefeiert wurde.

Ein Höhepunkt folgte sogleich, denn der Vorstand der Hausfrauen hielt als Badenixen verkleidet Einzug und erinnert mit dem Lied „Pack die Badehose ein“ an die Vereinsreise an den Timmendorfer Strand, wobei die sechs Damen den Klassiker umgedichtet hatten und dazu in origineller Badekleidung aus den 1930er Jahren aufliefen.

Nach der Polonaise bis ins Foyer wurde getanzt. Für die Musik sorgte Ralf Siegel, der alle gängigen Schlagerhits parat hielt und wusste, wie er die Damen zum Feiern animierte. In den Tanzpausen unterhielten die Büttenreden: Margot Doll sprach über brenzlige Situationen im Autoverkehr sowie über „eine etwas andere Weinkönigin“, die in Weinheim gekrönt wurde, da sie – wie sollte es anders sein – am besten weinen konnte. Doll führte dazu alle Varian-ten des Weinens vor: wimmern, jammern, schluchzen und blärren sowie das „Brillen“. „Der Beitrag schoss den Vogel ab“, freute sich Fritz über die gelungene Rede. Brigitte Schardt erzählte in ihrer Bütt vom Besuch eines Handwerkers, wobei sie zu dem Schluss kam: „Am beschte, ma macht alles selbscht.“

Viel Bewunderung hatten auch Petra Krause, Doris Richter, Margitta Eck und Brigitte Praßke auf ihrer Seite, als sie einen Holzschuhtanz zur Musik der Operette „Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing vorführten, der an die Hollandreise des Vereins erinnerte. cat

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