Plankstadt

Angelsportverein Beim Fischerfest wird zum ersten Mal Seehecht angeboten / Guggemusiker der „Hewwlguggler“ begleiten Triumphzug für den König

Marvin Schmidt feiert mit seinem Volk

Plankstadt.Mit vereinten Kräften sind die Angler dabei, ihr Vereinsareal in der Raingewann für das zweitägige Fischerfest am Samstag, 7. und Sonntag, 8. Juli, herzurichten. „Das Gras ist gemäht, unser Anbau für die Küchenabteilung bereits gerichtet“, schildert Vereinsvorstand Werner Niedermayer, dass dort Donnerstag und Freitag die Gerätschaften aufgebaut und installiert werden, wo schon Planen angebracht sind.

Drei Zelte werden aufgebaut, die Zutaten dafür sind auf der Wiese vorsortiert, die Herren Johann Helfrich, Hermann Karaschewski, Werner Niedermayer, Norbert Meyer und Michael Schwab legen los. Wenig später gesellen sich weitere Angelsportfreunde dazu und es geht zügig voran. Niedermayer erzählt, dass das Fest samstags und sonntags um 10 Uhr mit frischgebackenem Fisch startet.

Im Angebot sind die „Altbekannten“, also Zanderfilet, ganze, gebackene Forellen, Kalamaris – neu ist der Seehecht. „Das Seelachsfilet, das wir bislang ausgegeben haben, wurde nicht mehr nachgefragt“, erklärt Niedermayer den Wechsel. Der führt nun hin zu einem Powerfisch in Sachen Omega-3-Fettsäuren mit stabilem Fleisch und sehr gutem Geschmack. „Wir bieten unseren Gästen nur das Beste“, freut sich Niedermayer auf den Probelauf beim siebten Fischerfest.

Genuss in der Natur

Erst 2011 hat der Verein in Eigenleistung sein Vereinsheim – ein Holzhaus – gebaut und das Areal entwildet und angelegt. „Damals haben wir viel geschafft, aber nicht die Möglichkeit gehabt, noch ein Fest auszurichten“, spricht der Vereinsvorstand vom ersten Jahr auf der Anlage, das im Zeichen des Neubaus und der Einrichtung stand. 2012 gab es das erste große Fischerfest mit allem Drum und Dran. Seither mit steigendem Zuspruch der Plänkschter und etlicher Menschen aus der näheren Umgebung, die frisch gebratenen Fisch in freier Natur genießen wollen. Hier hat man zudem den Tag über Schatten unter den hochgewachsenen Obstbäumen. Vor drei Jahren hat man den „Bewirtungsbereich“ angebaut. Zum Fisch gibt es übrigens Kartoffelsalat, für Nichtfischesser Pommes frites und Servelat. Frisches Fassbier und eine breite Auswahl an Softgetränken stehen bereit.

Mit Pauken und Trompeten wird der Fischerkönig Marvin Schmidt am Samstagnachmittag um 16 Uhr bei sich zu Hause abgeholt. Jugendfischerkönig Fynn Rebmann kommt gleich mit dazu. Per historischem Traktorgespann von Stefan Heid, der die Rolle festlich hergerichtet hat, geht es durch Plankstadts Straßen hinaus zum Vereinsgelände. Spätestens dann hören die Plänkschter, dass Fischerfest ist, denn die „Hewwlguggler“, die Ketscher Guggemusik, begleitet den Triumphzug der Könige musikalisch. Ist der Tross angekommen, huldigen die befreundeten Vereine den Königen, Bürgermeister Nils Drescher wird da sein und gratulieren, die Majestäten werden offiziell „gekrönt“. „In diesem Jahr brauchen wir keine ‚Fußballangst‘ zu haben“, freut sich Niedermayer einerseits darüber, dass man den Samstagabend sicher mit voll besetzten Reihen feiern kann, aber bedauert selbstredend das frühe Ausscheiden der deutschen Elf bei der diesjährigen Weltmeisterschaft. Weltmeisterlich werden die versierten Fischbäcker ans Werk gehen und zwei Tage lang mit in Brühe und Weckmehl frisch panierten Bratfischen für gesunden Wohlgeschmack sorgen. zesa

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