Plankstadt

Partnerschaftsverein Kulturelle und kulinarische Studienreise führt ins Elsass / Teilnehmer lernen Land und Leute kennen / Besichtigungen in Colmar und Ausflüge zu schnuckeligen Weindörfern

Mit allen Sinnen die Attraktionen der Nachbarn genießen

Archivartikel

Plankstadt.Als vierte Studienreise des Partnerschaftsvereins stand das benachbarte Elsass auf dem Programm. Die mehrtägige Fahrt wurde von Sabine Bender, Ulrike Schmeckenbecher und Gottfried Sauter organisiert.

Schon auf der Fahrt nach Colmar erfuhren die Teilnehmer bei einer Führung in Obernai interessante Details. Nicht weit weg befindet sich der meist besuchte Wallfahrtsort im Elsass, der Odilienberg. Von der Terrasse des Klosters hat man einen herrlichen Ausblick auf die Rheinebene und den Schwarzwald. Nächste Station war Dambach-la-Ville, eines der etwas weniger bekannten Dörfer. Es gehört dennoch regelmäßig zu den Gewinnern des jährlich stattfindenden Blumenschmuckwettbewerbes.

Romanik, Gotik, Barock

Das Stadtbild wird von spätgotischen Erkerhäusern geprägt. Sehenswert ist die Sebastianskapelle mit einem romanischen Turm und einem gotischen Chor. Der barocke Hochaltar ist reich verziert.

Nach oben ging es bei der Besichtigung der auf einem 755 Meter hohen Felssporn gelegenen Hochkönigsburg. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. ließ die Gebäude neu errichten. Alle anderen elsässischen Burgen sind Ruinen. In Ribeauvillé gibt es drei Burgruinen, die den Ort überragen. Im nahe gelegenen Riquewihr traf man sich im Weingut „Dopf au Moulin“ zu einer Verköstigung von Crémant und Wein.

Schließlich stand die Besichtigung von Colmar auf dem Plan. Die Teilnehmer hatten mehrere Möglichkeiten, die wunderschöne Altstadt kennenzulernen. Mit der Touristenbahn konnte man sich ganz gemütlich das Viertel „Klein-Venedig“ oder eine Bootstour auf der Lauch unternehmen und die idyllischen Fachwerkhäuser vom Fluss aus betrachten. Für die Kunstinteressierten stand natürlich der Besuch im Museum Unterlinden mit dem weltberühmten Isenheimer Altar von Matthias Grünewald ganz oben auf der Liste.

Die Vogesenkammstraße entlang

Bei der Rundfahrt über die „Route des Crêtes“ gab es herrliche Ausblicke in das Tal und die Ebene, denn die Vogesenkammstraße gehört zu den schönsten Panoramarouten nördlich der Alpen. Wanderwege, Picknickplätze und Bergbauern-Gasthöfe ziehen viele Touristen an. Für einen Zwischenstopp in Eguisheim blieb keine Zeit, aber Ulrike Schmeckenbecher hatte aber über dieses typische Elsass-Dorf, wie zuvor auch Dr. Joachim Schäfer über den Mont St. Odile und Manfred Kresser zu der „Route des Crêtes“, viel Wissenswertes parat, das sie anschaulich erzählte. Nach dem Abendessen in einem Restaurant direkt an der beschaulich dahinfließeden Lauch konnte man sich noch Colmar bei Nacht anschauen.

Wie bereits auf der Hinfahrt waren für die Rückreise Zwischenstopps vorgesehen. Die Festungsstadt Neuf-Brisach wurde als sternförmige Bastion von Baumeister Sébastien Le Prestre de Vauban angelegt. Die Wehranlagen umschließen ein schachbrettartiges Straßennetz mit einem zentral gelegenen Hauptplatz. Nach so viel Beton und Mauerwerk tat Natur sehr gut. Und Natur pur findet man im Naturschutzgebiet „Taubergießen“, ganz in der Nähe des Europaparks Rust.

Im Kontrast zu den dahinrasenden Achterbahnen, genoss man hier die Entschleunigung mittels einer Stocherkahn-Fahrt. sg

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