Plankstadt

Verein der Hausfrauen Kulturfahrt führt nach Bernkastel-Kues, Saarbrücken, Trier und Cochem

Mit der „Prinzessin“ geht es auf die Mosel

Plankstadt.Die Spätsommer-Kulturfahrt des Vereins der Hausfrauen bildete den Jahresabschluss der Reiseaktivitäten, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Die Reise führte in eine der schönsten Weinkulturlandschaften Deutschlands, an die Mittelmosel, von Trier bis Cochem. Dazwischen liegen viele romantische Städtchen, wie beispielsweise Piesport, die größte Weinbaugemeinde an der Mosel, Heimat des „Goldtröpfchens“ und der „Moselloreley“.

Die Viersterne-Komfort-Hotelanlage in Leiwen inmitten der Weinberge war das Domizil für die nächsten sechs Tage. Die Vereinsfamilie wohnte in Ferienhäusern, alle in unmittelbarer Nähe zueinander. Neben viel Kultur tagsüber gab es am Abend abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, vom Krimi auf der Bühne, über die Schlagerparty mit Musik der 1980er Jahre, bis zum bunten Abend, danach immer Tanzmusik für die Tanzlustigen.

Eine Weinprobe durfte nicht fehlen, auch nicht eine Lehr- und Übungsstunde in Line Dance (unter „Plänkschter“ sportlicher Beteiligung) und eine Modenschau, bei der auch drei Damen der Vereinsfamilie als Models agierten und mit Bravur über den Laufsteg liefen: Ulrike Breitenbücher, Hilde Chladek und Sonja Hemmerich. Drei Tagesausflüge beinhalteten die Reise, alle mit Stadtführung. Der erste Ausflug führte in den romantischen Weinort in herrlicher Lage, Bernkastel-Kues. Sehenswert die Altstadt mit mittelalterlichem Marktplatz und die hoch am Berg gelegene, majestätische Burgruine Landshut. Danach genossen alle die Schifffahrt auf der Mosel mit der „Moselprinzessin“.

Barocke Elemente verteilt

Der zweite Tagesausflug führte über den Hunsrück in die Landeshauptstadt des Saarlandes, nach Saarbrücken. Eine unerwartet schöne Stadt am Fluss, alles kann gut zu Fuß erkundet werden, Alt und Neu sind nebeneinander. Barocke Elemente sind über Alt-Saarbrücken verteilt. Sehenswert das Schloss, die Ludwigskirche, das saarländische Staatstheater, die 700 Meter lange Einkaufsmeile mit der Europa-Galerie. Eine barocke Schönheit ist die Basilika St. Johann, die eine hervorragende Akustik hat. Das inspirierte die Vereinsfamilie, gemeinsam das Kirchenlied „Danke“ in der Basilika zu singen.

Am Tag darauf begab sich die Gruppe auf Spurensuche in die an Kultur und römischer Geschichte reiche Stadt Trier, die für sich in Anspruch nimmt, die älteste Stadt Deutschlands zu sein, wurde sie doch schon 16 vor Christus von den Römern gegründet. Die Universitätsstadt besitzt allein neun Unesco-Weltkulturerbe-Denkmäler, darunter die Porta Nigra (Schwarzes Tor), ein ehemaliges römisches Stadttor, und den Dom St. Peter. Nach viel Kultur und Informationen durch die Stadtführer blieb nicht verborgen, dass es beim Weinanbau an der Mosel Probleme mit Arbeitskräften bei den Winzern gibt, es mangelt an Nachwuchs. Der beschwerliche Weinanbau an den Steilhängen lässt zunehmend Weinberge verschwinden. Die Zahl der Vollerwerbswinzer ist rückläufig. Zur Erleichterung der Traubenernte werden maschinelle Vollernter eingesetzt, die die eingesammelten Trauben mittels Monorail (einspurige Schienenbahn) nach unten befördert.

Nach wunderbaren Tagen, geprägt von Harmonie, Gemeinschafts- und Frohsinn kam der Tag des Abschieds. Dieser wurde noch zu einem Höhepunkt mit Aufenthalt in der Stadt Cochem an der Terrassenmosel. Schon von weitem grüßte das Wahrzeichen der Stadt, die Reichsburg, die einige aus der Gruppe erklommen. Andere ließen sich mit dem Bähnchen durch die Altstadt und die Weinberge fahren. Eine wunderbare Grünfläche an der Mosel, mit Tischen und Bänken, lud ein, das obligatorische Vesper mit Sektumtrunk und Verdauerle, Kaffee und Kuchen, einzunehmen, das die Vereinsfamilie gerne noch länger ausgedehnt hätte. tf/zg

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