Plankstadt

Humboldtschule Kinder sammeln Lebensmittel und Hygieneartikel für den „Tafel“-Laden

Mit wenig viel Gutes bewirken

PLANKSTADT.Auron, Amelie und Romy sind voller Eifer mit ihren Klassenkameraden aus der 2b und der vierten Klassen der Humboldtschule dabei, als die Helfer des Tafelladens „Appel und Ei“ in der Schule vorbeikommen. Was in den vergangenen Tagen von allen Schülern mitgebracht wurde, wird in Windeseile sortiert und in die grünen Klappkisten der Tafel-Mitarbeiter gestapelt.

Sechs große Umzugskartons mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln sind zusammengekommen – von Keksen bis zu Seifen, Nudeln und Backutensilien. Lehrerin Stephanie Bergner hat mit ihrer Klasse 2a die Koordination übernommen und sitzt mittendrin, hilft, die dringend benötigten Gaben zu ordnen.

Amelie findet die Aktion klasse: „Damit die Menschen etwas zum Essen haben“, sagt sie. Auron meint auf seine Art, dass auch die Bürger, die nicht so viel Geld haben, sich eben im Tafelladen in Schwetzingen mit dem Notwendigen versorgen können. Romy hat Freude dabei, weil sie weiß, dass sie „Menschen, die nicht so viel haben“ helfen kann.

Bewusstsein schärfen

Das Bewusstsein der Kinder und auch ihrer Familien für die Armen in direkter Nachbarschaft zu schärfen, ist das Bestreben hinter der Sammelaktion. Im Sinne des heiligen Martins, der den Mantel mit dem Bettler teilte, Elisabeths von Thüringen, der guten Seele und Streiterin für Arme sowie in der zeitlichen Zuordnung zum Weihnachtsfest wurden bereits in den vergangenen Jahren Sammlungen in der Schule gestartet. Im Umkehrschluss zeigt man, wie gut es den Grundschülern in ihren Familien geht, wie wenig es bedarf, um anderen etwas Gutes zu tun.

Das System der „Tafel“ sieht vor, dass Haltbares und auch Frischware etwa von Supermärkten, die wegen bestimmter Vorschriften noch essbare Lebensmittel nicht mehr zum Kauf anbieten dürfen, diese an die Tafel abgeben. Menschen mit geringem Einkommen, Arbeitslose und Familien, die Kindergeldzuschuss oder Wohngeld beziehen, sind mit einem Ausweis berechtigt, sich im Laden zu versorgen. Den Berechtigungsschein erhalten sie im Generationenbüro am Schlossplatz.

Andreas Babb, Bruno Priet und Ullrich Merz freuten sich darüber, dass alle Kinder mit anpackten und dass sie die Regale im Tafelladen „Appel + Ei“ in der Schwetzinger Markgrafenstraße 12 füllen können.

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