Plankstadt

Corona In der Flüchtlingsunterkunft im Neurott sind insgesamt drei Fälle aufgetreten / Alle Bewohner werden nun getestet

Quarantäne für Bewohner zweier Einheiten

Archivartikel

Plankstadt.Nachdem eine Krippengruppe sich in Quarantäne befindet, gibt es mittlerweile auch Covid-19-Fälle in der Flüchtlingsunterkunft der Gemeinde. „Ein Fall ist am Dienstag bekannt geworden“, teilt Bürgermeister Nils Drescher mit. Bei den folgenden Tests hat das Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis zwei weitere Fälle gefunden.

In insgesamt zwei Wohnungen sind somit drei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Jetzt wird das Gesundheitsamt alle Bewohner testen“, erklärt Nils Drescher. Die Flüchtlingsunterkunft im Neurott ist keine klassische Sammelunterkunft, sondern ist in verschiedene Wohngemeinschaften unterteilt, in denen insgesamt rund 50 Menschen wohnen.

Die beiden Wohnungen der positiv Getesteten stehen jetzt unter Quarantäne. Die Gemeinde ist mit den Menschen regelmäßig telefonisch in Kontakt und prüft auch die Einhaltung der Quarantäne, so Drescher, und schaut, ob sich der Gesundheitszustand der Betroffenen verschlechtert. Einer der Erkrankten hat wohl etwas Fieber entwickelt, der andere hat aber anscheinend wenig bis gar keine Symptome.

Kontaktpersonen ermitteln

Sollten weitere Fälle bekannt werden, behält sich das Gesundheitsamt vor, die gesamte Unterkunft unter Quarantäne zu stellen. Zu Einzelfällen äußert sich das Gesundheitsamt aufgrund des hohen Aufwandes nicht mehr. „Ganz allgemein läuft es so, dass bei einem positiven Fall unser Gesundheitsamt die Kontaktpersonen der Kategorie I ermittelt und diese dann ebenfalls unter Quarantäne stehen. Alle von uns als Kontaktpersonen Kategorie I eingestuften Personen werden nach fünf bis sieben Tagen getestet“, schreibt hierzu der Pressesprecher Ralph Adameit.

Insgesamt gibt es nach Angaben des Gesundheitsamts vom 1. Oktober in Plankstadt derzeit vier aktive Fälle. Eine Krippengruppe wurde wegen eines positiven Falls vorerst geschlossen (wir berichteten).

Unsere Grafik gibt einen Überblick über unser gesamtes Verbreitungsgebiet, Stand Donnerstag, 1. Oktober. Die schwarze Zahl gibt dabei die Zahl der aktiven Fälle an, also Personen, die momentan positiv getestet sind und sich deshalb in Quarantäne befinden. Die grauen Ziffern geben die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie in den einzelnen Orten an. Die hohe Zahl in Neulußheim lässt sich auf die Infektionen in der Unterkunft für Geflüchtete zurückführen (wir berichteten).

Im Rhein-Neckar-Kreis inklusive dem Stadtgebiet Heidelberg sind an einem Tag 20 Neuinfektionen hinzugekommen. Jeder neue Fall führt zu erhöhtem Arbeitsaufwand für die Ermittlungsteams des Gesundheitsamtes, da Kontaktpersonen ermittelt werden müssen. „Für den weiteren Verlauf der Pandemie ist entscheidend, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises sich weiter an die Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen halten, bei engerem Kontakt Mund-Nase-Masken tragen und größere Menschenansammlungen möglichst meiden“, so Adameit abschließend.

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