Plankstadt

Plänkschter Zwerge Beim Ferienprogramm erkunden Kinder vorher unbekannte Techniken / Sie sollen lernen, dass in der Kunst nicht alles perfekt und exakt sein muss

Romy malt zum ersten Mal mit Schwämmchen

Plankstadt.Für die zehnjährige Romy und alle anderen Teilnehmern ist es eine ganz neue Erfahrungen, mit Schwämmen Farbe zu tupfen. Das bestätigt auch Julienne Matthias-Gund, Vorsitzende des Fördervereins Plänkschter Zwerge, während des Ferienprogramms im Wasserturm. Dieses Jahr hat sich der Verein das Malen auf Leinwänden ausgesucht – wie es das Kulturforum sonst für Erwachsene anbietet.

Für die rund 20 Kinder von sechs bis elf Jahren hat Julienne Matthias-Gund das Motiv schon einmal vorgemalt. Die jungen Künstler können sich daran orientieren, die Gestaltung bleibt aber allein ihnen überlassen. „Als ich den Kindern erzählt habe, dass wir heute mit Schwämmen den Untergrund gestalten, waren sie total erstaunt“, erzählt sie. Die Kinder nutzen, wenn sie zu Hause oder in der Schule malen, hauptsächlich Stifte und Pinsel, weiß Matthias-Gund. Ihr war es vor allem wichtig, dass die Kinder nicht nur ausmalen, sondern wirklich selbst gestalten und beim Workshop Neues lernen.

Nachdem die Kinder die weiße Staffelei in zwei Farben grundiert hatten, hieß die Aufgabe, den Übergang zwischen den Farben kreativ zu gestalten. Dies sollte mit bunten, unterschiedlich großen Kreisen geschehen. Jedes Bild wurde einzigartig, weil alle Kinder eine andere Bildeinteilung und andere Farben für ihr Kunstwerk wählten. Julienne Matthias-Gund achtete beim Ferienprogramm besonders darauf, den Kindern näherzubringen, dass beim Malen nicht alles exakt sein muss. „Vielmehr sollen sie sich trauen, Neues auszuprobieren und keine Angst haben, etwas falsch zu machen“, sagt sie. Eine gute Übung waren da auch die Striche, welche die Kinder später in ihrem Kunstwerk einbauen sollten. Anstatt jeden Strich absolut perfekt zu malen, war es ihr wichtiger, dass die Kinder den Pinsel mit Schwung über die Staffelei ziehen.

Unterschrift auf Staffelei

Ihre zwölfjährige Tochter Maja malt ebenfalls sehr gerne in ihrer Freizeit und bewundert die Arbeit der Teilnehmer: „Es ist so toll zu sehen, wie sich die Kinder anstrengen, um das beste Bild zu malen.“ So auch der sechsjährige Jane. Für ihn ist es ebenfalls das erste Mal, mit Schwämmen zu arbeiten, sonst habe er zu Hause hauptsächlich Tier-Mandalas ausgemalt.

„Am Ende ist es wichtig, dass jeder von euch auf dem Bild unterschreibt“, so Matthias-Gund, „denn wenn das Bild später einmal berühmt wird, weiß jeder, wer es gemalt hat“, sagt sie zum Abschluss und lacht.

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