Plankstadt

Caritas-Altenzentrum Ergebnisse der zweiten Flächentestung ergeben noch 42 positive Personen / Vier werden derzeit im Krankenhaus behandelt

Sechs weitere Bewohner sind verstorben

Plankstadt.Das Caritas-Altenzentrum „Sancta Maria“ in Plankstadt steht weiter unter dem Einfluss der Corona-Infektionen. Nach der zweiten Flächentestung der beiden Wohnbereiche Erdgeschoss und erstes Obergeschoss am Montag, 2. November, liegen seit Montag, 9. November, die Ergebnisse des Gesundheitsamtes vor: 36 Bewohner sind derzeit noch positiv. Von den 13 positiv getesteten Mitarbeitern haben sieben inzwischen wieder ihre Arbeit aufgenommen. Das teilt der Caritas-Verband Rhein-Neckar in einer Pressemitteilung mit.

„Die Lage ist sehr herausfordernd“, sagt demnach Heimleiterin Martha Trautwein. Inzwischen sind sechs weitere Bewohner des Altenzentrums verstorben, davon eine Person im Krankenhaus. Vier weitere werden derzeit in den Krankenhäusern in Schwetzingen und Heidelberg behandelt. „Die Selbstbestimmung der Bewohner ist unsere Maßgabe“, so Trautwein. „Niemand, der das nicht möchte, muss in ein Krankenhaus verlegt werden.“

Begleitung durch Angehörige

Die ärztliche Betreuung sei dankenswerterweise sehr engmaschig, die Ärzte seien täglich im Altenzentrum, auch an den Wochenenden. Auch werde trotz des Besuchsverbots die Begleitung durch Angehörige ermöglicht: „Wir halten die Angehörigen bei allen Veränderungen auf dem Laufenden und ermöglichen es ihnen, unter Einhaltung der Sicherheitsauflagen auch in der letzten Lebensphase für die Betroffenen da zu sein.“

Sehr wertvoll sei auch die Arbeit des Seelsorgers, der mehrmals täglich durch die Wohnbereiche geht und allen Bewohnern und Mitarbeitern als Ansprechpartner zur Seite steht. „Das bringt Ruhe in die Einrichtung und gibt uns Kraft und Halt“, so Trautwein. Dankbar sei man auch für den seelsorgerischen Beistand beider Konfessionen, für die Unterstützung aus der Erzdiözese Freiburg sowie des Plankstadter Bürgermeisters Nils Drescher. „Unser Dank gilt auch allen, die in Gedanken bei uns sind“, so Trautwein.

Die Personalsituation ist weiterhin sehr angespannt. Da die Mitarbeiter den Wohnbereichen fest zugewiesen sind, dürfen sie nicht in anderen Wohnbereichen eingesetzt werden, wenn dort Hilfe benötigt wird. „Wir müssen mit den Ressourcen auskommen, die jeder Wohnbereich vorhält“, sagt Pflegedienstleiterin Daniela Habenberger. Gleichzeitig sei es aber auch sehr wichtig, niemanden zu überfordern.

Verzicht auf Urlaub

Obwohl man dankenswerterweise Personalverstärkung vom Caritasverband Bruchsal erhalten habe und inzwischen fünf weitere Pflegekräfte auf dem freien Markt hatte anwerben können, seien derzeit Mehrarbeit und der Verzicht auf Urlaub notwendig, um eine bestmögliche Pflege gewährleisten zu können. „Unsere Mitarbeiter geben ihr Möglichstes und bringen eine große Einsatzbereitschaft mit, um die Bewohner gut zu versorgen und zu begleiten“, betont Trautwein.

Der erste Coronafall in der Einrichtung war am Sonntag, 25. Oktober, bekannt geworden. Es folgte die Flächentestung aller drei Wohnbereiche. Zwischenzeitlich waren 53 Bewohner und 13 Mitarbeiter mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Bereits vergangene Woche wurde der Tod einer Person bekannt.

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