Plankstadt

Katholische Seelsorgeeinheit Angehörige freuen sich über Trost von Pfarrer Uwe Lüttinger an Allerheiligen / Ablauf in diesem Jahr Corona-konform

Segen am Grab – diesmal persönlicher als sonst

Archivartikel

Plankstadt/Schwetzingen/Oftersheim.Allerheiligen ist für viele Menschen eine Gelegenheit, an ihre Verstorbenen zu denken. So besuchen sie die Gräber auf dem Friedhof. Normalerweise gibt es dort ein gemeinsames Gedenken. Doch weil Personenansammlungen in diesem Jahr nicht erlaubt sind, hatte die katholische Seelsorgeeinheit sich eine Corona-konforme Variante überlegt.

Pfarrer Uwe Lüttinger war mit Unterstützung unterwegs und sprach an jedem Grab wo gewünscht einen kurzen Segen und ein Gebet. So kam es zu keinen größeren Menschengruppen und es konnte auf den nötigen Abstand geachtet werden. Die Menschen waren dankbar, dass sie so Trost erfahren konnten.

„Ich fand es persönlicher als sonst und es kann von mir aus immer so sein“, meinte beispielsweise Stephan Kroll. Er fand auch klare Worte dafür, was Allerheiligen für ihn bedeutet: „Das ist der nachdenklichste Tag des Jahres, an dem man sich Gedanken macht, wo man herkommt und was man weitergibt.“

Für viele ist es an Allerheiligen wichtig, auf den Friedhof zu kommen – „allerdings nicht nur an Allerheiligen“, meinte eine Familie, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Sie fand es aber „schön, dass sich der Pfarrer die Zeit für den Segen nimmt, denn sonst wäre es ganz ausgefallen“. Und für eine weitere Frau, die ungenannt bleiben möchte, waren die Worte von Pfarrer Uwe Lüttinger ein wahrer Trost. Der Geistliche nahm sich auch die Zeit für kurze persönliche Gespräche mit den Angehörigen.

Im Gottesdienst in der Schwetzinger Kirche St. Pankratius hatte er davon gesprochen, dass Allerheiligen eigentlich ein Fest des Lebens und der Hoffnung sei. Es tue sich ein Fenster zum Himmel auf, die Osterkerze leuchte und sage uns: Christus ist auferstanden.

Ein Funke der Heiligkeit

Gott habe die Welt durch seine Gegenwart geheiligt und wolle, dass auch wir in dieser Welt geheiligt leben. Dazu ermunterten uns die Heiligen. „Uns allen ist der Funke der Heiligkeit durch die Liebe Gottes gegeben“, sagte er in seiner Predigt, die man auch per Livestream im Internet verfolgen konnte.

Wie wir dies leben sollten, dazu würden uns die Seligpreisungen einen Impuls geben – etwa keine Gewalt anzuwenden und barmherzig zu sein. Es sei eine Freude, das zu leben, auch wenn es manchmal mühsam sei.

In den Fürbitten wurde unter anderem für am Coronavirus Erkrankte, Ärzte und Pfleger gebetet und für die, die im Lockdown ihren Beruf nicht mehr ausüben können. grö

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