Plankstadt

Humboldtschule Beim Schulfest präsentieren die Kinder die Ergebnisse einer Projektwoche zum Thema Lyrik / Schulgarten mit zehn Hochbeeten eingeweiht

Sie erleben mit allen Sinnen Gedichte

Plankstadt.Lyrik – was ist das überhaupt? „Das sind Gedichte“, wissen die Kinder der Humboldtschule mittlerweile ganz genau. Während einer Projektwoche haben sie sich mit dem Thema in ganz spielerisch-kreativer Weise auseinandergesetzt und ihre Ergebnisse gestern bei einem Schulfest den Eltern und Verwandten, aber auch den Mitschülern präsentiert.

Jede Klasse hat sich dabei etwas anderes überlegt und stellte das in kurzen Vorführungen vor. „Die Projektwoche passt prima in unser Profil“, erklärte Schulleiterin Annett Mellentin. Denn sie bedient gleich zwei der drei Säulen, auf denen das Profil der Humboldtschule ruht: Kreativität und Lesen. Die dritte Säule ist Sport. „Jeder Kollege konnte mit seiner Klasse die individuellen Stärken ausleben“, erläuterte die Schulleiterin.

So möchte die Humboldtschule mithilfe der Vorführungen den Schülern wichtige Kompetenzen mit auf den Weg geben: Dass man sich traut, sich selbst zu präsentieren. Beim Schulfest sollten die Erwachsenen nur Gäste sein. „Es ist eine Veranstaltung von Kindern für Kinder“, betont Annett Mellentin. Immerhin werde die Schulgemeinschaft auch zum Großteil von den Kindern getragen.

Auf wie viele verschiedene Arten man ein Gedicht kreativ weiterverarbeiten kann, zeigten die Schüler. So hatte beispielsweise die 1 b einen Barfußpfad gelegt, um das Gedicht „Über die Erde“ spürbar zu machen, in dem es heißt: „Über die Erde sollst du barfuß gehen. Zieh die Schuhe aus, Schuhe machen dich blind.“ Stroh, Kiesel, Erde und Holz ließen sich mit den Füßen erspüren und ganz neu „sehen“.

Über sich nachdenken

Mit dem „Ich“ im Gedicht hatte sich die Klasse 4 b beschäftigt. „Mir hat dabei am meisten Spaß gemacht, dass wir zu jedem Buchstaben in unserem Namen ein Eigenschaftswort gesucht haben, denn so konnte man mal über sich nachdenken“, verriet Amelie (10). Ihre Freundin Ellen fand das Schreiben eines eigenen Gedichts super, „weil man da zeigen konnte, wie man ist“. Nina fand das Zeichnen von Selbstporträts am besten.

Marvin fand es toll, mal ein Gedicht auswendig zu lernen. Wie man sich mit Gebärden und Mimik einem Gedicht nähern kann, zeigte die Klasse 3 b. Zuerst führte der gehörlose Romeo ein Gedicht vor, das dann vom Rest der Klasse pantomimisch dargestellt wurde. Es folgte ein Musikstück mit Paukenschlag und sanften Xylofonklängen. Anschließend las Leni das Gedicht zu den Klängen vor. „Ich fand unser Gedicht sehr schön und wir haben es in eine tolle Aufführung umgesetzt“, meinte Emilia zum Schluss und der Applaus des Publikums gab ihr recht.

Aber nicht nur Gedichte standen im Mittelpunkt, auch der neue Schulgarten wurde eingeweiht. Dort stehen künftig zehn Hochbeete, die von einzelnen Klassen und den Kindern der Garten-AG gepflegt werden. Wie das Ganze entstanden ist, trugen die Kinder der Garten-AG vor. Sie bedankten sich beim Bauhof der Gemeinde, der die Flächen vermessen hat und erinnerten sich an den Aufbau der Beete: „Das war nicht so einfach, aber irgendwie hat es dann doch geklappt.“

Erdbeeren als Nachtisch

Mittlerweile grünt es bereits so richtig. „Wir haben schon Salat, Zwiebeln und Kräuter geerntet und gegessen. Als Nachtisch gab es dann sogar ein paar Erdbeeren“, verriet Gitta Kistner, die die Garten-AG leitet. Fiona hat sogar ein Lieblingsbeet: „Das mit den Tomaten und Kartoffeln gefällt mir am besten“, meint die Siebenjährige.

Möglich wurden die Beete durch eine Spende der Spardabank. Und auf eines dürfen sich die Schüler noch freuen: Im Herbst bekommen sie ein Gartenhaus für ihre Geräte. Dann macht die Pflege der Beete bestimmt noch mehr Spaß.

Info: Mehr Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional