Plankstadt

Mobilität Verein konnte drei neue Fahrer gewinnen / Weitere Engagierte noch gesucht / Betrieb läuft derzeit wegen Pandemie nur vormittags

Sie steuern den Bürgerbus sicher durch Plankstadt

Plankstadt.Beim Bürgerbusverein gibt es nicht nur ein neues Fahrzeug (wir berichteten), sondern auch gleich drei neue Fahrerinnen und Fahrer. Corona-bedingt sind in der vergangenen Zeit einige der Ehrenamtlichen hinterm Steuer ausgefallen, weil sie entweder selbst oder eines ihrer Familienmitglieder zur Risikogruppe gehören. Umso erfreulicher verlief die im August durchgeführte Probefahraktion zur Werbung neuer Fahrer, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung. Gleich drei Personen haben inzwischen den Personenbeförderungsschein erworben und sind seit ein paar Wochen im Einsatz.

Interessant dabei ist, dass sich nicht nur Plankstadter für diese Aufgabe gefunden haben. Auch aus der benachbarten Stadt Schwetzingen stammen zwei der neuen Fahrer. Kirsten Neuer (59) aus der Spargelstadt, ehemalige Telekom-Mitarbeiterin und frischgebackene Vorruheständlerin hält den Bürgerbus „für eine super Idee“ und hat sich deshalb entschieden, Teil des Teams zu werden. Am Donnerstagnachmittag ist sie mit viel Freude im Bürgerbus im Einsatz, wenn es der Betrieb wegen Corona zulässt. Holger Reichardt (63) ist ebenfalls aus Schwetzingen, hat aber in jungen Jahren 20 Jahre lang in Plankstadt gelebt, hier die Schule besucht und Fußball gespielt und kennt sich deshalb bestens aus. Seit dem Frühjahr ist er Rentner – nach 34 Jahren beim Softwareunternehmen SAP aus Walldorf – und normalerweise montagnachmittags am Steuer des Bürgerbusses. Mit Norbert Engelhardt (64) ist im wahrsten Wortsinn ein gebürtiger „Ur-Plänkschter“ zum Team gestoßen. Der Vorsitzende des Gesangvereins Sängerbund-Liedertafel, ebenfalls seit Kurzem im Ruhestand, ist normalerweise am Dienstagnachmittag der „Fahrdienstleiter“ im Bus.

Sinnvolle Sache unterstützen

Befragt nach ihrer Motivation bezeichnen alle drei Neuen den Bürgerbus übereinstimmend als „Idee, die sie sofort begeistert habe“. Alle sind mit Spaß dabei, haben Freude am Umgang mit den Fahrgästen und das gute Gefühl, mit ihrem Einsatz eine sinnvolle Sache zu unterstützen. Wenn der ein oder andere Leser jetzt Lust bekommen hat und sich diese ehrenamtliche Tätigkeit vorstellen könnte: „Zögern Sie nicht, uns anzusprechen. Jeder Fahrer und jede Fahrerin gibt gerne Auskunft. Wir freuen uns auf Sie!“, wirbt der Bürgerbusverein für seine Sache.

Momentan verkehrt der Bürgerbus zum Schutz der Fahrgäste und der Fahrerinnen und Fahrer nur noch am Vormittag. Das gilt bis einschließlich 31. Januar. „Wir bitten unsere Fahrgäste um Beachtung und auch darum, die Nutzung auf unbedingt notwendige Fahrten zu beschränken“, so der Verein. Ab Montag, 1. Februar, wird der fahrplanmäßige Betrieb, wenn die Infektionszahlen es zulassen, wieder aufgenommen. zg

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