Plankstadt

Lehrschwimmbad Sanierungsarbeiten im Gange / Auch die Kellertechnik ist im Blick

Weniger Duschen – mehr Kabinen

Archivartikel

PLANKSTADT.Als könne man dort demnächst wieder planschen, Bahnen ziehen und gemütlich duschen, sieht die Schwimmhalle an der Friedrichschule derzeit nicht wirklich aus. Jedoch bestätigen Bürgermeister Nils Drescher und Peter Gund vom Bauamt, dass der Eröffnungstermin am Freitag, 12. Oktober, gehalten werden kann. „Wir sind sehr gut im Zeitplan“, schildert Gund bei einem kurzen Rundgang durchs Gebäude.

Beeindruckend kahl sieht der Bereich aus, der einst mit Duschen belegt war – nackte Steinwände schauen dem Betrachter entgegen. Im Boden klaffen Löcher der vormaligen Lüftung. Schubkarrenweise wird Abbruchmaterial hinausgeschafft.

Hellgrau und anthrazit

Gund hat Daten parat, die man visionär bereits vor Augen sehen kann: „Hier gibt es insgesamt zwar einen Duschplatz weniger, dadurch aber mehr Raum in den Kabinen und man kann nicht mehr vom Gang zur Schwimmhalle aus in den Duschbereich hineinsehen.“ Zudem rückt die Trennwand zum Duschbereich gut 60 Zentimeter nach vorn zu den Umkleiden hin. Farblich werden die Duschen in modernem Hellgrau und Anthrazit gehalten und mit großformatigen Fliesen belegt.

Im Schwimmbecken ist der Hubboden, der es zu einem Lehrschwimmbecken macht, ganz nach oben gefahren arretiert. Die 200 Kubikmeter Wasser, die sonst im Becken ruhen, sind abgelassen. Durch rechteckige Serviceöffnungen werden Wartungsarbeiten durchgeführt. „Im nächsten Jahr wird das Bad etwa ein halbes Jahr geschlossen bleiben, weil wir alle Arbeiten am Becken ausführen“, so Drescher.

Der Hubboden ist häufig defekt – ein Grund weshalb man die Sanierung angehen muss, um das Bad weiter in seiner Lehrfunktion betreiben zu können. Gund fügt an, dass es eine Edelstahlbelegung des Beckens geben wird.

Im derzeit aktiven ersten Sanierungsabschnitt tut sich aber auch im Keller etwas. Hier sind die Technik und der Roh- und Schlammwasserbehälter im Blick. „Wir haben die Öltanks aus dem getrennten Raum entfernt“, erklärt Gund, dass in diesen Raum jetzt der Schlammwasserbehälter hineinkommt. „Damit tragen wir zudem mit mehr Sicherheit und Bedienkomfort der Anlage Rechnung“, zeigt der Baufachmann auf, dass der vorherige Standort jetzt leer und damit frei zugänglich ist.

Mit dem Behälter am alten Platz konnte man nur seitwärts an demselben vorbeikommen. Im Technik-raum wird im kommenden Jahr auch gearbeitet, skizzierte Gund, denn hier stehen historische Armaturen und moderne im optischen, aber nicht sinnigen Gebrauch zusammen. Dieser Sanierungsabschnitt wird etwa mit 300 000 Euro zu Buche schlagen, sagt Drescher und stellt die Gesamtsanierungssumme von 2,5 Millionen Euro in den Raum.

Eröffnung am 12. Oktober

Drescher freut sich auf die Eröffnung am 12. Oktober, wenn die DLRG unter der Leitung von Dr. Marc Hemberger wieder Schwimmkurse anbieten kann. Man darf gespannt sein, ob das Bad, wie es Hemberger zum 50-jährigen Bestehen zum Ausdruck brachte, tatsächlich „aus seinem Dornröschenschlaf für weiterhin viel Sport, Spaß und Spiel erwachen und sein Entwicklungspotenzial zeigen“ wird.

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