Plankstadt

Vernissage Monika Maria Kretz stellt farbenfrohe Werke im Rathaus aus / Bilder geben Spielraum für eigene Fantasie / Namen sind Momentaufnahmen ihres Lebens

Wo die Grenzen enden, beginnt die Freiheit

Plankstadt.„Wir werden im Alltag immer in so vielen Dingen eingegrenzt. Jeder sollte seine Freiheit fühlen können und erkennen, was tief in einem selbst steckt.“ Diese Botschaft möchte Monika Maria Kretz mit ihrer Ausstellung in Plankstadt nach außen tragen. Nicht ohne Grund lautet ihr Titel „Ohne Regeln“. Am Samstag präsentierte die Plankstadter Künstlerin eine farbenfrohe Auswahl ihrer Werke im Rathaus. Die Vernissage war der Start für ihre Ausstellung, die noch bis Freitag, 27. September, von Kunstinteressierten aus der Region während der Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden kann.

Nur wenige Schritte zu Fuß trennten die Ausstellung vom Treiben auf dem Rathausplatz und der Schwetzinger Straße – daher nutzten auch viele Besucher des Ortsmittefests gerne die Gelegenheit, sich die kreativen und auffallenden Bilder anzuschauen und auf sich wirken zu lassen.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Nils Drescher, in der er die Vernissage als eines der Highlights des Ortsmittefestes bezeichnete, gab Kretz, alias Monika Maria, einen Tipp für das Betrachten der Bilder: „Man sollte ein bisschen länger draufschauen, weil es nicht immer ein offensichtliches Motiv ist. Nichtsdestotrotz lässt sich etwas erkennen.“

Die Ausstellung ist geprägt von leuchtenden, miteinander kombinierten Farben sowie von viel Spielraum für die eigene Fantasie. Was man in Monika Marias Kunstwerken erkennt, sei eine Frage der individuellen Wahrnehmung, der persönlichen Interpretation sind keine Grenzen gesetzt. Es ist abstrakte Malerei mit Acryl, wofür sich die Künstlerin bei ihrer Ausstellung entschieden hat, um den Betrachtern genau diese Freiheit zu ermöglichen. Verschiedene Serien hat sie zusammengestellt und unterschiedlich benannt. „Die Namen sind wie Momentaufnahmen meines Lebens.“ Die drei Werke, die zur Serie „Traumwelten“ gehören, sind geprägt von blauen, grünen, und orangefarbenen Tönen. Es entsteht der Eindruck, man würde in eine Unterwasserwelt tauchen, in der man Luftblasen, Algen, Wellen und Fische erkennen kann.

„Ich finde die Serien sehr schön. Dass die Bilder farblich ähnlich sind, aber doch nicht gleich“, sagt Besucherin Ilse Czernik. Ulrich Czernik, versucht, beim Betrachten erst gar kein Motiv zu erkennen. „Ich lasse einfach die Farben und Strukturen auf mich wirken, denn ich denke, darum geht es.“

Besucher zeigen sich begeistert

Rita Wolf gefallen die Werke der Reihe „Oase der Ruhe“ besonders gut. Bei diesen liegt die Betonung auf viel grün, aber auch blau, weiß und schwarz finden sich darauf. „Dieses hier erinnert mich ans Meer, wenn man gerade wandert und dann die Felsbrocken an der Küste und das Wasser sieht“, kommentiert sie. Das Bild daneben, ebenfalls aus „Oase der Ruhe“, erinnert Martina Hornung an die Seerosenbilder des französischen Künstlers Monet. „Es sind generell sehr harmonische Farbkompositionen“, stellt sie fest.

Eine Auseinandersetzung mit den Bildern, die je nach Perspektive und individueller Fantasie eine andere Aussage bekommen, könnte den Betrachter auch dazu anregen, sich selbst ein Stück von den Regeln des eigenen Alltags freizumachen. jz

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional