Plankstadt

Studienreise Partnerschaftsverein besucht die Provence / Treffen mit guten Freunden / Teilnehmer genießen mit allen Sinnen die Attraktionen

Wo van Gogh seine Inspirationen fand

Plankstadt.Die dritte Studienreise des Partnerschaftsvereins führte in die Provence. Eine Auswahl der schönsten aus den Bereichen Landschaften, Antike, Burgen und Mittelalter standen auf dem Programm. Und eine persönliche Note erhielt die Reise durch den Besuch bei den Freunden in der Partnerstadt Castelnau-le-Lez. Dort war das Hotel "Le Clos de l'Aube Rouge" Standort für die ersten drei Aufenthaltstage.

Zusammen mit Rémy Guegan und den Freunden aus Castelnau begab man sich zunächst auf einen Rundgang durch die Stadt. Mit der Straßenbahn ging's am Nachmittag nach Montpellier. Bei einer Stadtführung mit Gelegenheit zum Bummeln gab es Eindrücke von der Heidelberger Partnerstadt.

Wiedersehen mit "Castelnauten"

Der Abend stand ganz im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft: Dort trafen sich die Plankstadter mit den "Castelnauten". Mit dabei waren der neue Bürgermeister Frédéric Lafforgue und Bürgermeister Nils Drescher.

Das römische Amphitheater und das Maison Carrée waren die Höhepunkte der Stadtführung in Nîmes. Weiter ging es dann nach Aigues-Mortes, die durch einen sechs Kilometer langen Kanal mit dem Meer verbundene frühere Hafenstadt. Zu bestaunen waren unter anderem die vollständig begehbare Stadtmauer und der mächtige Tour de Constance. Die Fahrt mit dem Petit Train entlang der weitläufigen Salinen-Becken vor den Toren der Stadt, in denen sich die Flamingos tummelten, war ebenfalls sehr eindrucksvoll. Bei einem Zwischenstopp konnte man einen der Salzberge erklimmen und von dort aus die Aussicht auf das Meer und die Stadt genießen.

Mit dem Besuch von Arles wurde das Programm fortgesetzt. Bei der Führung standen die Überreste aus der römischen Antike sowie nennenswerte Zeugnisse des Mittelalters im Fokus des Interesses. Bekannt ist die Stadt aber auch durch Vincent van Gogh, der sich dort erhoffte, die blauen Töne und die heiteren Farben des Südens zu finden. Zahlreiche seiner Meisterwerke entstanden hier.

Zweite Tagesstation war die Abtei Montmajour. Das Benediktiner-Kloster liegt auf einer Anhöhe und bietet somit einen herrlichen Ausblick in die typische provençalische Landschaft. Der Schriftsteller Alphonse Daudet wurde durch seine Erzählungen "Briefe aus meiner Mühle" bekannt. Seinen Aufenthalt in der Mühle von Fontvieille hat er aber frei erfunden. Auf dem Weg nach Les Baux war die Turmwindmühle auf jeden Fall ein schönes Foto-Motiv.

Papstpalast in Avignon

Zum Abschluss der Rundfahrt machte man in Baux de Provence Station, auf einem Hochplateau gelegen und Namensgeber des Minerals Bauxit. Auf dem durch enge Gassen führenden Weg zur Burg gab es jede Menge Geschäfte. In der Nähe von Avignon bezog man das Hotel für die letzte Reiseetappe. Der Papstpalast und die Brücke Saint Bénezet in Avignon sind weltberühmt. Am Nachmittag ging's weiter nach Fontaine de Vaucluse. Die Quelle der Sorgue ist die stärkste Quelle Frankreichs und gehört zu den größten von Europa. In der Nähe von Gordes befindet sich das Village des Bories. Das Dorf der Steinhütten mit seinen Trockenstein-Rundbauten ist ein viel besuchtes Freilichtmuseum und bietet einen Einblick in die Vergangenheit des landwirtschaftlichen Lebens. In Roussillon, bekannt durch seine ockerhaltige Erde, die als Rohstoff zur Herstellung von Farben verwendet wird, begab man sich auf den Sentier des Ocres mit Blick auf den den Mont Ventoux.

Auf dem Markt in Carpentras gab es viele leckere Sachen. Das römische Theater in Orange ist das besterhaltene aus der Römerzeit. Das jährlich im Sommer dort stattfindende Musikfestival ist weltweit bekannt. Der nächste Halt wurde in Vaison-la-Romaine eingelegt. Die größte französische archäologische Ausgrabungsstätte birgt Fundstücke aus dem ersten und zweiten Jahrhundert nach Christus.

Zum gelungenen Abschluss des Tagesprogramms trug der Besuch der Winzergenossenschaft in Gigondas bei. Unter dem Namen Côtes du Rhône Villages genießen die Weine im Gebiet um Vacqueyras und Gigondas einen ausgezeichneten Ruf.

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