Reilingen

Reilinger Kindertag Mehrere hundert Mädchen und Jungen haben ihren Spaß zwischen Kettcar-Führerschein, Perlenschnüren und jeder Menge Bewegungsspielen

300 Minuten voller Glück für alle Beteiligten

Reilingen.Eigentlich gab es ihn erst zum vierten Mal, und doch ist der "Reilinger Kindertag", der am vergangenen Samstag rund um die Fritz-Mannherz-Hallen der Spargelgemeinde ausgetragen wurde, so etwas wie ein fester Termin im Sommerplan vieler Eltern und vor allem Kinder: Die Spielmeile zwischen Kettcar-Führerschein beim "ADAC" und Geduldsspiel-Basteln bei der Kindertagesstätte "Haus der kleinen Hasen" ist das absolute Muss aller Nachwuchs-Reilinger und ein Festtag für die Kleinen nicht nur der Gemeinde selbst, sondern inzwischen auch des Umlands.

An die 300 Kinder haben - bewaffnet mit Laufkarten und unterstützt von erwachsenen Sherpas, die untertänig Preise und Infoblättchen vom "BUND"-Quiz, Handabdrücken und Perlenkettchen vom "Kinderstübchen" und manche weitere Trophäe abtransportieren durften, die materieller Beweis der Beliebtheit des Kinderfestes auch bei den gewerblichen Sponsoren sind - vom späten Vormittag bis zum Nachmittag das Lachen und die Freude nicht abreißen lassen.

Aus privater Initiative erwachsen

Das ist in jedem Jahr neuer Ansporn und die Erfolgsgarantie des aus privater Initiative der heutigen Vorsitzenden des eigens für die Veranstaltung gegründeten Vereins "Reilinger Kindertag" Petra Heiler entstandenen Kinder-Spaßtages. Die Initiative stellt unter dem Motto "HAUPTsache Kind" an diesem Tag alles in den Dienst der Kleinen - vielleicht ist es genau diese nicht immer professionelle, aber ausnahmslos höchst liebevolle Art der Zuwendung, die den größten Wert für die Kinder darstellt.

Mit Geduld und Hingabe

Dass da jemand ist, der hilfreich auch zehn Mal zur Seite steht, bis man beim "Turnerbund" ganz alleine auf den Kasten gehüpft ist, der alle Zeit der Welt investiert, bis man nebenan bei den TBG-Volleyballern den Ball auch wirklich über die Schnur bekommt. Ein herzliches Lachen, wenn beim Musik-Twister alle durcheinanderpurzeln und genug Muse, um zum "Nochmal Probieren" einzuladen, wenn die Versuche bei den "Musikfreunden" an echten Instrumenten in nur wenigen Tönen enden. Die Geduld, bis die ersten Schritte als Garde-Prinzessin bei den "Käskuchen" sitzen, der für jedes Kind neue Eifer bei den Schmink-Kunstwerken von "Evas Hairstore", das anhaltende Anfeuern an der Wasserrutsche oder beim "Ziellöschen" der Jugendfeuerwehr, ein augenzwinkerndes "Wenns kein Bauchweh gibt", wenn beim "Obst- und Gartenbauverein" das xte Beerentörtchen gebaut wird - das Kind, seine Wünsche und Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen, das gelingt hier wie selten sonst.

Da tut es keinen Abbruch, dass manches trotz der immer weiter verbesserten Orga letztlich ein wenig provisorisch bleibt und in der unübersichtlichen Hallen-Landschaft auch das ein oder andere Angebot untergeht. Das beweist nur, dass es eine große Aufgabe ist, die schildergeschwängerte und zeitplangesteuerte Welt ein wenig mehr an den wirklichen Bedürfnissen der Menschen auszurichten. Immerhin hatten beim Kegeln des "Goldenen Kranzes" und bei den Ringern des "ASV" die Kinder, die das Angebot mehr durch Zufall gefunden haben, die Chance auf eine Dauer-Trainingsstunde ohne abwechseln zu müssen - cool an der Hangelstrecke die Altvorderen beeindrucken oder relaxed in die Vollen gehen.

Der "Reilinger Kindertag" war wieder einmal 300 Minuten Glück für alle Beteiligten - und sollte mahnender Ansporn sein, die 525.300 restlichen Minuten eines Jahres mit der gleichen Liebe und Hingabe zu füllen.

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