Reilingen

Faktencheck In einem ersten Schritt werden Entlassschüler in der Friedrich-von-Schiller-Gemeinschaftsschule auf Prüfungen vorbereitet / Notbetreuung funktioniert gut

Begegnungen auf ein Minimum reduziert

Archivartikel

Reilingen.Wegen des Coronavirus findet in der Friedrich-von-Schiller-Gemeinschaftsschule seit 17. März kein Präsenzunterricht mehr statt. Nun soll es für die ersten Schüler schrittweise und stark eingeschränkt weitergehen. Es starten die Abschlussklassen, das heißt für die Gemeinschaftsschule die neunten und zehnten Klassen. In einem nächsten Schritt sollen die Viertklässler an die Grundschulen zurückkehren.

In einem Faktencheck mit unserer Zeitung erläutern Rektor Falk Freise und Konrektorin Alexsandra Misra die Vorkehrungen, die sie zum Schutz von Schülern und Lehrern getroffen haben.

Wie funktioniert der Fernunterricht an der Schule?

Jede Klasse hat ihren individuellen Weg zur Kommunikation gefunden, beispielsweise sind Chaträume, Clouds oder E-Mail-Accounts eingerichtet worden. Aber auch das klassische Arbeitsblatt mit Aufgaben, Wochenplänen in gedruckter Form sowie auch digital werden angewandt.

Gelöste Aufgaben können digital oder in der Schule, kontaktlos in den Briefkasten oder in das Klassenfach vor dem Sekretariat abgeben werden. Die Aufgabenstellung ist vielfältig und hängt von den Lehrern ab.

An einer Moodle-Lösung für alle Klassen wird gearbeitet.

Was ist in Sachen Präsenzunterricht in der Schule geplant?

Für die Klassenstufen neun und zehn, also die Jahrgänge, in denen Abschlussprüfungen anstehen, hat der Unterricht am Montag, 4. Mai, begonnen. Die Prüfungsklassen konzentrieren sich ausschließlich auf die Vorbereitung der Abschlussprüfungen, es werden in dieser Zeit keine Klassenarbeiten geschrieben.

Vonseiten der Schulleitung wurden die entsprechenden Stundenpläne erstellt. Um die Abstandsregelungen zu erfüllen, werden die Klassen teilweise geteilt. So wird die Vorbereitung für die Abschlussprüfungen, die am Mittwoch, 20. Mai, beginnen, gewährleistet. Außerdem sind die Schulzeiten so geplant, dass Schülergruppen zeitlich versetzt den Unterricht beginnen, um Kontakte zu vermeiden. Daher beginnt der Unterricht zu verschiedenen Zeiten, gleiches gilt für den Stundenrhythmus am Vormittag, damit nicht alle Schüler gleichzeitig kommen, gehen oder Pause haben.

Wie sieht es mit den Klassenstufen eins bis acht aus?

Dazu liegen zurzeit noch keine genauen Vorgaben aus dem Kultusministerium vor. Nur so viel erklärt Kultusministerin Eisenmann dazu: „Da in den vergangenen Wochen nicht alle Schüler im Fernlernunterricht erreicht wurden, sind die Schulen gehalten, gezielt Präsenzangebote für diese Schüler aller Jahrgangsstufen der weiterführenden Schulen zu machen.“ In der Grundschule soll die vierte Klasse starten. Ein Termin ist noch nicht festgelegt.

Wie kommen am Ende des Schuljahres die Zeugnisse zustande?

Normalerweise werden die Versetzungsentscheidungen auf der Grundlage der Noten im Jahreszeugnis getroffen. Da die Leistungsbewertung allerdings in den vergangenen Wochen ausgesetzt wurde und auch in der kommenden Zeit nur sehr stark eingeschränkt möglich sein wird, sollen Schüler grundsätzlich ins nächste Schuljahr versetzt werden. Allgemein wird es schwer, eine Notenfindung vorzunehmen, weil ja im zweiten Halbjahr die notwendige Zahl der Leistungsüberprüfungen nicht zu erbringen ist. Nur auf die Noten aus der Halbjahresinformation zurückzugreifen ist rechtlich unhaltbar und daher nicht möglich.

Keinem Schüler, keiner Schülerin darf einen Nachteil aus der aktuellen Situation erwachsen. Wie die verfahrene Situation geklärt werden kann, wird sich in den nächsten Tagen klären und die Eltern und ihre Kinder werden entsprechend informiert.

Kann die Schillerschule die Hygienevorgaben füllen?

Ja, das kann sie! Gespräche mit der Gemeindeverwaltung haben schon frühzeitig stattgefunden, um praktikable Lösungen zu finden. Die Gemeindeverwaltung sorgt vorbildlich für die vorgeschriebenen Hygienevoraussetzungen (Bereitstellung von ausreichend Seife, Papierhandtüchern und Desinfektionsspray in den Klassenzimmern).

Auch wenn es nicht vorgeschrieben ist, wurden an den Eingängen Spender mit Desinfektionsmittel aufgestellt. Die Sitzordnung in den Klassenräumen zur Wahrung des Mindestabstands von 1,5 Metern wurde umgesetzt.

Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist für die Teilnahme am Unterricht bei gewährleistetem Sicherheitsabstand keine Vorgabe. Sollten Schüler oder Lehrkräfte diesen aber verwenden wollen, so spricht nichts dagegen.

Das sachgerechte Desinfizieren der Hände ist beispielsweise nur dann sinnvoll, wenn ein gründliches Händewaschen nicht möglich ist.

Besonders wichtig ist das regelmäßige (mehrmals täglich) und richtige Lüften, da dadurch die Innenraumluft ausgetauscht wird. Außerdem werden Handkontaktflächen in stark frequentierten Bereichen wie Türklinken und Griffe oder Treppen- und Handläufe mehrmals täglich gereinigt.

Welche Regelungen sind für den Weg zur Schule getroffen?

Wir werden den Unterrichtsbeginn für die verschiedenen Klassen flexibel gestalten, damit die Stoßzeit zum Unterrichtsbeginn vermieden wird. Älteren Schülern empfiehlt die Schulverwaltung in einer Mitteilung, wo immer möglich individuell zur Schule zu kommen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Auswärtige Schüler müssen in den Bussen einen Mundschutz tragen. Im Sinne des Abstandsgebots organisiert der VRN den Einsatz des ÖPNV, damit ausreichend Busse bereitstehen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Notbetreuung?

Die Notbetreuung hat bis jetzt gut funktioniert. Die Nachfrage nach Plätzen dazu war eher gering, steigt jetzt aber mit der „erweiterten Notbetreuung“. sz

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