Reilingen

Technischer Ausschuss Erweiterung des Oberlin-Kindergartens auf dem Prüfstand / TBG leitet Genehmigungsverfahren ein

Beleuchtung sorgt am Kreisel für Sicherheit

Reilingen.Als Indiz für die anhaltenden Bauaktivitäten im Ort ist die Tagesordnung des Technischen Ausschusses nur bedingt geeignet. Denn hier finden sich meist nur die wenigen Bauvorhaben, für die planerische Rahmenvorgaben fehlen oder davon abweichen wollen sowie im Außenbereich verwirklicht werden sollen. Das zeigte auch die erste Sitzung des beschließenden Ausschusses im neuen Jahr

Der Turnerbund Germania hat das baurechtliche Genehmigungsverfahren für den Umbau des Vereinsheims am Sportplatz eingelei-tet. Mit einer südwestlichen Gebäudeerweiterung entstehen ein Hausanschlussraum sowie ein Büro für die neue Geschäftsstelle. Im Gebäudeinneren werden diverse Wände entfernt und versetzt, um die Raumaufteilung für einen eigenen Sanitärbereich, Umkleide, Küche und Aufenthaltsraum zu erhalten.

Von der Baurechtsbehörde Hockenheim als Außenbereichsfall eingestuft, war nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches ein der Genehmigung vorausgehendes Einvernehmen der Gemeinde zu erklären. Es wurde vom Technischen Ausschuss wie erwartet einstimmig erteilt. Schon im Vorjahr war das Bauprojekt dem Gemeinderat vorgestellt worden, für das die Bürgervertretung einen Zuschuss von insgesamt 150 000 Euro zur Verfügung stellen will.

Bei einer Immobilie im Oberdorf soll die seitherige gewerbliche Nutzung zugunsten von weiterem Wohnraum reduziert werden, allerdings ohne an der äußeren Gebäudekubatur etwas zu verändern. Besagtes Grundstück ist sowohl von der Hauptstraße als auch von der Speyerer Straße zugänglich. Für das nördlich gelegene Wohnhaus bleibt alles beim Alten. Über eine gewünschte Abgeschlossenheitsbescheinigung entscheidet die zuständige Baurechtsbehörde.

Das mittlere Gebäude wird zu einer eigenständigen Wohneinheit mit 136 Quadratmeter Wohnfläche in Ober- und Dachgeschoss umgebaut. Im südlichen, der Hauptstraße zugewandten Gebäudetrakt, soll eine eigenständige Wohnung im Erd- und Obergeschoss mit 223 Quadratmeter entstehen. Angeschlossen ist im Erdgeschoss ein 86 Quadratmeter großes Büro – und Verkaufsfläche. Der gestellte Antrag zur Nutzungsänderung erhielt ein positives Ratsvotum. Erteilt wurde ebenso die erforderliche sanierungsrechtliche Genehmigung.

Erweiterung durch Anbau

Nach einer Information von Bürgermeister Stefan Weisbrod hat die Gemeinde im Dezember einen Antrag auf Baugenehmigung für den Anbau an den Oberlin-Kindergarten“ bei der Baurechtsbehörde eingereicht. Der neu zu errichtende, dreigeschossige Gebäudeteil soll Platz für zwei Kindergruppen unter drei Jahren bieten. Im Untergeschoss soll ein Turnraum entstehen, der per Trennwand in zwei Schlafräume aufgeteilt werden kann. Zudem finden sich dort ein Raum für die Sprachförderung und Haustechnik. Erd- und Obergeschoss weisen jeweils einen Gruppenraum mit Schlaf- und Sanitärräumen aus.

Wegen der angespannten Finanzsituation werde das Projekt aktuell evaluiert, merkte Bürgermeister Stefan Weisbrod an.

Seit Mitte vergangenen Jahres ist der Verkehrskreisel am südlichen Ortsausgang in wechselnden Farben ausgeleuchtet. Ein um die mittig platzierte Kastanie provisorisch gelegtes LED-Band sorgt mit individuell einstellbarem Farbspektrum dafür, dass der Kreisel auch bei schlechter Sicht und in den Nachtstunden frühzeitig erkannt wird.

Insektenfreundliche Lichter

Die Verwaltung hatte damit auf Klagen von Verkehrsteilnehmern reagiert, die von einer schlechten Einsehbarkeit berichteten. Schon so mancher Autofahrer war zuvor an dieser Stelle verunglückt. Eine Ratsmehrheit will aus Sicherheitsgründen auf Dauer die Lichtinstallation beibehalten, zumal sie auch von der Polizei positiv aufgenommen und als ein geeignetes Mittel angesehen wird, die Verkehrssituation an diesem neuralgischen Bereich zu entschärfen.

Auf Vorschlag von Dieter Rösch (SPD) soll sich das Licht auf eine dezentere Farbe im Spektralbereich beschränken. Die Kosten für die Lichtinstallation bezifferte Bürgermeister Stefan Weisbrod auf rund 3000 Euro. Die beiden Vertreterinnen der Grünen votierten im Technischen Ausschuss gegen eine Dauerlösung. jd

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