Reilingen

Technischer Ausschuss Zahlreiche Anfragen / Zukunft der Schottergärten soll geklärt werden

Biotopvernetzung vor Finale

Reilingen.Mit einer Reihe von Bauangelegenheiten hatte sich der Technische Ausschuss in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause zu befassen. Entgegenkommend zeigte sich das Ratsgremium beim Sichtschutz für ein Anwesen in der Schillerstraße.

Dort soll eine drei Meter hohe, abgängige Hecke durch eine zwei Meter hohe Einfriedung ersetzt werden. Einen festen Sichtschutz für die mehr als einen halben Meter über Straßenniveau angelegte Terrasse wollte der Technische Ausschuss zwar grundsätzlich zugestehen. Keinesfalls aber bis zur zweieinhalbfachen Zulässigkeitshöhe. Für erlaubnisfähig hält man eine Einfriedung von 1,60 Meter Höhe.

Befreiung erteilt

Für eine an das Hauptgebäude angebaute Doppelgarage in der Hauptstraße wurde dem Bauherrn nachträglich und planabweichend ein Flachdach gestattet, das extensiv zu begrünen ist. Die beengten Platzverhältnisse lassen einen im Bebauungsplan geforderten Abstand nicht zu.

Von den Regelvorgaben, wonach nur frei stehende Garagen ein Flachdach erhalten sollen und bei Anbau an das Hauptgebäude ein Sattel- oder Pultdach gefordert wird, erteilte der Technische Ausschuss Dispens.

In Ausschüssen beraten

Auf Ebene des Horan-Verwaltungsverbandes ist seit einiger Zeit eine neue, gemeindeübergreifende Biotopvernetzungsplanung in Arbeit. Schon im März 2014 hatte der „Gemeinsame Ausschuss“ der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft ein Stuttgarter Ingenieurbüro mit der Erstellung beauftragt. Nach gewissen Anlaufschwierigkeiten war es in diesem Frühjahr gelungen, den Entwurf in kleinen Arbeitskreisen innerhalb der Verbandsgemeinden zu erörtern.

Die Anregungen aus den Gesprächen sind nach einer Information von Bürgermeister Stefan Weisbrod zwischenzeitlich eingearbeitet. Die modifizierte Endfassung sei jetzt nur noch von der Unteren Landwirtschaftsbehörde anzuerkennen, damit die im Maßnahmenplan aufgeführten Projekte beschlossen, gefördert und letztlich umgesetzt werden können.

Zum Abschluss des knapp einstündigen öffentlichen Sitzungsteils hatten die Ausschussmitglieder Gelegenheit, das eine oder andere aktuelle Thema anzusprechen oder Fragen an die Gemeindeverwaltung zu richten.

Einen vor sechs Jahren gestellten Antrag der Freien Wähler brachte Sabine Petzold in Erinnerung, der sich mit der Sanierung des Bürgerparks und der Spielplatzsituation im Ort befasst. Im Besonderen angesprochen wurden der verwahrloste Volleyballplatz im Bürgerpark und eine Reaktivierung des Bolzplatzes an der verlängerten Haydnallee. Erwünscht von Petzold waren zudem Informationen über das Ergebnis einer Spielplatzüberprüfung durch den Technischen Überwachungsverein und eine öffentliche Vorstellung der Gestaltungspläne für einen neuen Jugendplatz hinter der Schule. Für die verunsicherten Grundstückseigentümer in der Gemeinde erwartet Sabine Petzold eine klärende Auskunft über die Zulässigkeit und den Fortbestand von Schotterflächen in Vorgärten.

Lisa Dorn (Grüne) war eine Modifizierung der Schulwegeplanung ein Anliegen. Der empfohlene Schulweg soll an einigen Stellen, beispielsweise im Verlauf der Hauptstraße, nicht mehr mit der Realität übereinstimmen. jd

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