Reilingen

Landesdenkmalamt Erste Ergebnisse der Wersau-Kooperation mit der Uni Heidelberg

Burg nimmt in der virtuellen Welt Gestalt an

Archivartikel

Reilingen.Im Rathaus trafen sich Vertreter der Universität Heidel-berg, des Landesdenkmalamtes, des Arbeitskreises Wersau und der Gemeindeverwaltung, um erste Ergebnisse der Kooperation Burg Wersau und Uni Heidelberg auszutauschen und das Vorgehen zu besprechen.

Zentraler Akteur ist Grabungsleiter Justin Schmidt. Einerseits hat er die Grabungssaison im August 2020 betreut. Andererseits konnte er durch die Kooperation weitere Ex-perten wie die Vertreter der Kunstgeschichte der Universität Heidelberg hinzuziehen. Dadurch gibt es zahlreiche neue Erkenntnisse in der Bauforschung, vor allem hinsichtlich der Gestaltung von Außenfassaden und der Sekundärverbauung von Baumaterial. Justin Schmidt hat auch die pädagogische Arbeit mit Studenten und Schulgruppen wieder aufgenommen.

Als Vorbereitung für das digitale Museumsprojekt (Augmented Reality, die erweiterte Realität) sollen die bestehenden Grabungsschnitte digital erfasst werden. „Hier profitiert die Universität von der Exzellenzstrategie“, betonten Prof. Dr. Christian Witschel und Dr. Roland Prien. Über die dadurch erhaltenen zusätzlichen Mittel konnten eine Drohne und ein Laserbodenscanner angeschafft werden.

Durch die sinkenden Grundwasserspiegel gibt es Schäden an der Fundamentierung (Holzpfähle) sowie an der Steinsubstanz. Für Dr. Folke Damminger vom Landesdenkmalamt ist relevant, dass die erhaltenswürdige Denkmalsubstanz ermittelt sowie Maßnahmen zur Erhaltung bestimmt werden.

Justin Schmidts informierte auch über erste Gedanken für ein Gesamtkonzept für die Wersau, was nicht nur Benny Schaich-Lebek vom AK Wersau spannend fand. Bürgermeister Stefan Weisbrod interessierte sich insbesondere für die Neugestaltung des Eingangsbereichs mit einer Besucherinfo. zg

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