Reilingen

Kindertagesstätten Notbetreuung wird ausgeweitet / Elternbeiträge werden ausgesetzt

Der Mai bleibt gebührenfrei

Archivartikel

Reilingen.„Es wurde höchste Zeit für die vielen jungen Familien, die in den letzten Wochen auf sich alleine gestellt waren“, stellt Lisa Laag, die Leiterin des „Hauses der kleinen Hasen“ erleichtert fest. Ab Montag dieser Woche betreut sie nun mit ihren Kolleginnen schon 13 Kinder in der sogenannten „Notbetreuung“.

Ab dieser Woche gelten dafür gelockerte Voraussetzungen. „Sobald der Arbeitgeber die Präsenzpflicht und die Unabkömmlichkeit vom Arbeitsplatz bescheinigt, öffnen sich den Eltern die Türen des Kindergartens“, so Bürgermeister Stefan Weisbrod.

In allen Reilinger Einrichtungen sind es in dieser Woche schon 45 Kinder, nächste Woche werden es schon über 60 Kinder sein, die wieder in ihre angestammte Einrichtung gehen können. Auch sechs Kinder sind in dieser Woche in der Notbetreuung der Friedrich-von-Schiller-Schule. „Wir achten sehr sorgfältig auf die Hygiene und den Schutz der Kinder und unserer Mitarbeiterinnen“, so Lisa Laag. „Allerdings bleibt die Vorsicht das Gebot der Stunde, und wir bitten auch die Eltern um zurückhaltende Geduld bei der Anmeldung ihrer Kinder bei der Notbetreuung“, so der abschließende Appell des Bürgermeisters.

Einhelliger Beschluss

Am Montagabend nutzte der Gemeinderat seine Zusammenkunft, um die jungen Eltern weiterhin von den Kindergartengebühren freizustellen. „Wir sehen uns eng an der Seite junger Familien, daher werden wir auch im Monat Mai keine Gebühren von den Eltern erheben. Bei der Aussetzung der Gebührenpflicht verlassen wir uns allerdings auf die zugesagte Kompensation seitens des Landes“, so Stefan Weisbrod in der Gemeinderatssitzung.

Die örtlichen Kindergartenbeiträge betragen monatlich rund 60 000 Euro, einschließlich des Essensgeldes. Davon betreffen allein 21 000 Euro die kommunalen Kindergärten. Dazu kommen rund 19 000 Euro im Monat für die Schulbetreuung, die genauso von der Aussetzung betroffen ist.

Einen juristischen Anspruch der Eltern auf Erlass der Beiträge trotz der Schließung der Einrichtung gibt es nicht. Das heißt der Erlass erfolgt von der Gemeinde absolut freiwillig. Die Beiträge wären am 5. Mai fällig. Die Abbuchung wird jedoch nun weiterhin seitens des Rathauses ausgesetzt. Die Eltern haben hierzu nichts zu veranlassen. zg

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