Reilingen

Landtagswahl CDU-Kandidat Andreas Sturm diskutiert mit Bürgern über Folgen der Corona-Krise

Digitale Offensive in den Schulen gefordert

Archivartikel

Reilingen.Zum Aktionsmonat „Gastronomie: Liebe geht durch den Magen - Politik auch“ lud CDU-Landtagskandidat Andreas Sturm zum politischen Austausch in die Gaststätte „Zum Löwen“ ein, wie es in einer Pressemitteilung des Kandidaten heißt. Die Gastronomen leiden während der Corona-Zeit besonders stark und so besucht Sturm im August in jedem Wahlkreisort Gastronomiebetriebe, um sich über die Situation vor Ort zu informieren. Zwar seien die Soforthilfen überall schnell und unkompliziert eingegangen, es gebe aber einige Anregungen für die Zukunft, wie beispielsweise eine andere Staffelung der Hilfszahlungen oder die Beibehaltung der niedrigeren Mehrwertsteuer für Speisen.

Die Bürger, die an diesem Abend Kulinarisches und Politisches miteinander verbanden, diskutierten mit dem Landtagskandidaten, der als Lehrer und in der hessischen Landesbildungsverwaltung tätig ist, lebhaft über Schule zur Corona-Zeit. Die Anwesenden berichteten als Eltern oder Großeltern hautnah von ihren Erfahrungen während der Schulschließungen und befürchteten, dass ihre Kinder den nichterteilten Unterrichtsstoff kaum aufholen könnten.

Entwicklung verschlafen

Andreas Sturm kritisierte, dass Bildungspolitiker, Schulträger und Schulen die längst überfällige digitale Entwicklung verschlafen hätten und deshalb umso härter von der Corona-Krise getroffen wurden. Ein Drittel der deutschen Schulen habe keinen Breitbandanschluss und es fehle in den meisten Klassenzimmern immer noch an Ausstattung, kaum eine Schule habe ausreichend Tablets oder Notebooks für die Schüler, so der Landtagskandidat. Sturm nannte Schwetzingen als positives Beispiel, dort habe Oberbürgermeister Dr. Pöltl reagiert und alle Schwetzinger Schüler mit einem eigenen Tablet ausgestattet – nach Ansicht des Lehrers sei dies der richtige Weg.

Eine Bürgerin fragte, wie das bezahlt werden solle, worauf Sturm antwortete, dass Kommunen wie Schwetzingen die Geräte leasen und selbst bei einem Kauf, durch den Mengenrabatt und den Einsparungen bei anderen Lernmitteln, die Kosten stark abgefedert werden könnten. „Auf jeden Fall muss Bildung aktuelle Entwicklungen aufnehmen und sozial schwächere Schüler dürfen keinen Nachteil haben, deshalb sind die ‚Tablets für alle‘ eine sinnvolle pädagogische, didaktische und soziale Maßnahme.“

Des Weiteren wurden die Auswirkungen auf den Kulturbereich thematisiert, so würden Kulturstätten weitaus weniger bis gar nicht gefördert und einige Gäste befürchteten nachhaltige Auswirkungen auf Theatergruppen, Musiker, Theaterhäuser und Sehenswürdigkeiten.

Andreas Sturm versprach bei seinem Aktionsmonat im September „Jugend und Kinder“ die Impulse des Abends bei den Besuchen in Reilinger Einrichtungen und Vereinen mitaufzunehmen, denn die Corona-Krise habe viele Entwicklungen beschleunigt, jetzt müsse man dafür sorgen, dass Land, Kommunen und Schulen auch weiterhin die digitale Entwicklung weitergehen. zg

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