Reilingen

Literatur Autor Klaus Maria Dechant stellt den zweiten Band seiner Krimi-Reihe vor / Vorablesung zu gewinnen

Ermittlungen beim Kleintierzuchtverein

Reilingen/Region.Ein erschossener Nazirocker im Wildschweingehege in Ketsch, eine unmögliche neue Kollegin aus Ludwigshafen und eine Explosion in der Mannheimer Innenstadt. Nach nur acht Monaten schickt der Reilinger Schriftsteller und Journalist Klaus Maria Dechant in seinem neuen Roman „Mordseier“ die neue Top-Ermittlerin der Schwetzinger Kriminalpolizei, Michaela Cordes, zum zweiten Mal auf Mörderjagd.

Ein halbes Jahr, nachdem die junge Ermittlerin den Dienst quittiert hat, um die Geschehnisse um und mit dem Serienmörder Jean Baptiste Devier zu verarbeiten, nimmt Michaela Cordes, befördert zur Hauptkommissarin, den Dienst wieder auf. Gleich am ersten Arbeitstag bekommt sie es mit ihrer neuen, deutlich älteren Kollegin Gaby Heller zu tun, die es auch nach vier Jahren Mutterzeit mit Pünktlichkeit und Vorschriften nicht ganz so genau nimmt.

Die Leiche des Neonazis Dietmar Heinemann auf der Rheininsel bei Ketsch zwingt das ungleiche Duo zu einer holprigen aber rasanten Zusammenarbeit. In nur sieben Tagen bekommen es die beiden Frauen mit zerstrittenen Kleintierzüchtern, der rechtsradikalen „Germanischen Bruderschaft“ und der Russenmafia zu tun.

In seinem zweiten Kurpfalz-Krimi wagt Klaus Maria Dechant den Spagat von literarischer Unterhaltung über launige Gesellschaftskritik bis zum politischen Statement. Die spießbürgerlichen fiktiven Ingelreiner Kleintierfreunde entlarven sich selbst als handfeste Sexisten und Rassisten, die ihrer Vorsitzenden, der Halbkamerunerin Adina Tchandé das Leben zur Hölle machen.

Stolperfalle Bauernschläue

Daneben lässt Dechant die Mitglieder des selbst ernannten deutschen Ablegers der amerikanischen „Arian Brotherhood“ einer nach dem andern über die eigene Bauernschläue stolpern. Und dann ist da noch der Pate des St. Petersburger Mafia-Clans, Piotr Barjakov. Trinkfester Schöngeist mit einer Vorliebe für Armeepistolen aus dem Hause Makarow. Und während die einen nichts mehr wollen, als die zu Eiern gepressten vierhundert Kilo Kokain, wollen die anderen möglichst nichts damit zu tun haben.

„Manche Leserin, mancher Leser wird bestimmt die ein oder andere Szene aus dem Vereinsleben wiedererkennen“, ist sich der Autor augenzwinkernd sicher.

Auch wenn „Mordseier“ deutlich weniger düster daherkommt, als der im Februar dieses Jahres erschienene erste Band der Michi-Cordes-Reihe, „Mordslust“, so pflastern doch deutlich mehr Leichen den Weg, der von Schwetzingen über Ketsch, Mannheim und Ludwigshafen bis nach Albanien, Weißrussland und den Finnischen Meerbusen durch die 300 Seiten führt.

„Meine Hauptprotagonistin Michaela Cordes ist erwachsen geworden“, beschreibt Klaus Maria Dechant eine der wichtigsten Entwicklungen in seinem zweiten Krimi. „Die erschütternden Erlebnisse aus ‚Mordslust‘ haben sie stärker gemacht, aber, und das war mir wichtig, nicht härter.“ Daneben dürfen sich die Leser des ersten Kurpfalz-Krimis auf eine zweite Begegnung mit vielen liebgewonnen Charakteren freuen. Allen voran mit dem ebenso liebenswerten wie schrulligen Kriminaltechniker Bernhard „Buddha“ Leistritz, dem Dechant – dem Wunsch zahlreicher Leser folgend – eine deutlich größere Rolle zugebilligt hat.

Ab Donnerstag, 31. Oktober, ist „Mordseier“ überall erhältlich, wo es Bücher gibt. Zehn Leser unserer Zeitung haben jedoch die Möglichkeit, das Buch exklusiv bei einer privaten Lesung vorab kennenzulernen. Autor Klaus Maria Dechant lädt dazu am Samstag, 26. Oktober, 19 Uhr, in sein Atelier ein. Je nach Witterung stehen Glühwein oder Sekt bereit und passend zum Thema hausgemachter Eierlikör. sz

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