Reilingen

Aus dem Gemeinderat Interne Geldflüsse gebilligt

„Es bleibt in der Familie“

Reilingen.„Es bleibt in der Familie“, fasste Bürgermeister Stefan Weisbrod im Gemeinderat eine Reihe von finanztechnischen Punkten zusammen, bei denen es im Wesentlichen um Darlehen ging. Allerdings – von der Gemeinde an ihre Eigenbetriebe oder wie es Weisbrod formulierte von der Mutter an die Kinder.

Eine Vergabe, die auf Empfehlungen der Gemeindeprüfanstalt fußt, wie Weisbrod mitteilte, und mit der die Zahlungsfähigkeit der Eigenbetriebe gewährleistet sein soll. Da beim Eigenbetrieb Wasserversorgung die Eigenkapitalquote mittlerweile über 30 Prozent liegt, profitiert der Kernhaushalt von Zinszahlungen in Höhe von rund 8 100 Euro.

Gleichzeitig nutzte der Kämmerer die Gelegenheit, sowohl das Trägerdarlehen an den Eigenbetrieb Wasserversorgung als auch an den Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung an dem üblichen Marktzins von 1,5 Prozent anzupassen.

Beim Eigenbetrieb Abwasser belaufen sich die jährlichen Zinserträge für den Kernhaushalt auf knapp unter 50 000 Euro und in der Jahresrechnung 2019 weist der Eigenbetrieb einen Gewinn von 140 000 Euro aus. Der wohl schon jetzt Makulatur ist, wie Weisbrod anmerkte, die anstehende Reparatur beim Hebewerk des Regenüberlaufbeckens werde den Betrag wohl aufzehren.

Der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft räumt die Gemeinde Darlehen in Höhe von fast einer Million Euro ein, die zur Umschuldung genutzt werden sollen. Alte Kredite mit einem Zinssatz weit über drei Prozent werden damit abgelöst und durch einen an die Gemeinde zu zahlenden Zinssatz von 1,5 Prozent ersetzt. Die Darlehen sollen in zehn Jahren getilgt sein. aw

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